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Zugang zu allen Lungenschichten

Von Klaus Hilkmann

Frage:

Was ist der Vorteil des endobronchialen Ultraschalls (EBUS)?

Herth:

Es ist ein neues Verfahren, mit dem wir das sogenannte Mittelfeld der Lunge besser untersuchen können. Dort liegen um beide Lungenflügel herum sehr viele Lymphknoten. Ob diese befallen sind, ist bei einem an Lungenkrebs erkrankten Patienten eine entscheidende Frage. Vor dem Einsatz des EBUS war die Abklärung nur mit einer Mittelfeldspiegelung möglich. Das ist ein operativer Eingriff, bei dem die verdächtigen Lymphknoten entfernt werden.

Frage:

Was hat der Patient von dem EBUS-Verfahren?

Herth:

Das Ganze ist ein minimal-invasiver, ambulanter Eingriff, der deutlich schonender ist. Man kann damit das Lymphknotengewebe punktieren, ohne dass ein Schnitt erfolgt. Zudem lassen sich unklare Lymphknotensituationen schneller abklären.

Frage:

Wie ist es mit der Diagnosesicherheit?

Herth:

Alle verfügbaren wissenschaftlichen Studien zeigen, dass die Genauigkeit beider Verfahren vergleichbar ist. Es gibt außerdem Arbeiten, die dem EBUS-Verfahren eine Überlegenheit bescheinigen, weil man damit die Lymphknotenstationen der Lunge komplett erreichen kann. Mit der Mittelfeldspiegelung bekommt man nur einen Zugang zu den oberen Lymphknoten. Die unteren kann man nur mit einem noch aufwendigeren Eingriff – der videoassistierten Thorakoskopie – erreichen. Auch deshalb gibt es eine Empfehlung der Europäischen Gesellschaft für Thoraxchirurgie, zur Abklärung der Lymphknotensituation das EBUS-Verfahren möglichst als erste Technik anzuwenden.

Der Chefarzt der Abteilung für Pneumologie und Beatmungsmedizin an der Thoraxklinik des Universitätsklinkums Heidelberg, Prof. Dr. Felix Herth (Bild), hat das EBUS-Verfahren mitentwickelt.

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