AMBERGEN - AMBERGEN/EB/CCF - Bislang hat der Kreis Vechta 97 000 Euro aus Mitteln des von Landrat Albert Focke (CDU) ins Leben gerufenen Naturschutzfachlichen Ergänzungsfonds (NEF) eingesetzt, um im Goldenstedter Ortsteil Ambergen zwei südlich der „Ellenbäke“ gelegene Flurstücke für „Kompensationszwecke“ zu kaufen. In den Fonds zahlen ausgleichspflichtige Bauherren, Städte und Gemeinden ein. Von dem Geld kauft der Kreis „Ausgleichsflächen“ und wertet sie nach naturschutzfachlichen Erkenntnissen auf.
Die bei dem gestern von Focke bei einem Ortstermin vorgestellten Flächen wurden zuvor als Ackerland genutzt. Ihre Umwandlung in „Extensivgrünland“ verringert den Nährstoffeintrag in das angrenzende Feuchtgebiet der „Ellenbäke“. Bislang wurden dort beispielsweise eine 285 Meter lange, mit einheimischen Laubgehölzen bepflanzte Wallhecke aufgesetzt, ein drei Meter breiter und 120 Meter langer „Lesesteinwall“ angelegt, und eine 150 Meter lange Brombeerhecke gesetzt. Die Flächen wurden zur „Nutzungsüberlassung“ an einen Landwirt aus Ambergen übergeben. Jeweils nach dem 15. Juni werden sie gemäht und geheut. Derzeit dienen sie als Weide für eine Rinderherde.
Die bei der Rodung und dem anschließenden Waschen von Kartoffeln angefallenen „Lesesteine“ hat eine Aldruper Firma gestiftet. Daraus angelegte Wälle sind auch in der heimischen Region weit verbreitet. Als Biotopstruktur bieten sie mit ihrem über Jahrzehnte hinweg spärlichen Bewuchs und ihrem Lückensystem einen wichtiger Lebensraum für zahlreiche wirbellose Tiere. Auch Kleinsäuger und Eidechsen nutzen die Wälle als Sonnenplatz für die Thermoregulierung.
