• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Goldenstedt

Arkeburg-Geheimnis bleibt zunächst noch ungelüftet

25.06.2014

Goldenstedt Bei einer Informationsveranstaltung im Heimathuus Lutten hat Prof. Bernd Ulrich Hucker (Vechta) über den Forschungsstand zu den seit Mai laufenden Grabungen in der Arkeburg (die NWZ  berichtete) informiert. Bisher geht der Historiker davon aus, dass die Arkeburg zwischen dem siebten und neunten Jahrhundert, also im frühen Mittelalter, entstanden ist. Nach seiner Einschätzung wir es immer wahrscheinlicher, dass Franken die einst bedeutende Festung bauten, um ihre Vormachtstellung gegenüber den zuvor herrschenden Sachsen zu sichern.

Über die aktuellen Grabungen vor Ort sprachen die Hamburger Archäologen Esther Gütschow, Julia Vogt und Niels Herzinger. An drei Stellen hätte sie metertiefe Löcher an der früheren Wallanlagen der Arkeburg gegraben. Schnitte in den äußeren und inneren Ringen der historischen Wallanlagen sollten nun Hinweise darauf liefern, wer die seit Jahrhunderten verlassene Festung gebaut hat, und vor allem warum.

Beim Schnitt in den inneren Wall wurden Gras- oder Heidesoden gefunden. Mit den Plaggen hatten die Bauherren den Wall aufgeschichtet, und befestigt. Anhand von Untersuchungen im Labor soll nun festgestellt werden, wie alt die Plaggen sind. Die Überreste sollen sich mit der „Radiokarbonmethode“ datieren lassen.

Welchen Zweck die Arkeburg einst hatte, ist bisher unklar. Unstrittig sei, so Herzinger, dass in ihrem Inneren etwas mit allen Mitteln beschützt werden sollte. Noch kann das Geheimnis also nicht gelüftet werden. Genaue Aussagen sind erst möglich, wenn großflächig im Inneren gegraben würde.

Für einen Militärstützpunkt lag die Arkeburg gut. Sie hatte das Moor im Rücken, und vor dem Haupttor im Norden einen der damals wichtigsten Handelswege , die heutige Vechtaer Straße. Die Burg lag auf einer Erhebung, die die einst baumlose Landschaft überragte. Sie war von weitem zu sehen. Aber auch Feinde konnten sich nicht unbemerkt nähern.

Die Ergebnisse der bisherigen Grabungen werden am Sonnabend, 12. Juli, vorgestellt; Einritt frei. Treffpunkt ist die Schützenhalle Arkeburg. Zwischen 10 und 14 Uhr, gibt es stündliche Führungen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.