GOLDENSTEDT - Zahlreiche Eltern aus Goldenstedt und Lutten boten 1938 dem NS-Regime die Stirn und protestierten gegen die Schließung von Konfessionsschulen in Goldenstedt. 14 Männer bezahlten ihren Mut mit zum Teil monatelanger Haft in einem Konzentrationslager. Über diesen Bürgerprotest haben Dr. Bernhard Brockmann und Winfried Rötepohl-Bahlmann das Buch „Der Goldenstedter Schulkampf 1938 – Erinnerung an mutige Bürger in einer dunklen Zeit“ (die NWZ berichtete) geschrieben. Der von der Gemeinde Goldenstedt herausgegebene und im Geest-Verlag (Langförden) erschienene Band ist ab sofort im Rathaus (Gemeindekasse) erhältlich.

Zu einer Feierstunde anlässlich der Buchvorstellung im „Bürgersaal“ konnte Bürgermeister Willibald Meyer (CDU) etwa 100 Gäste begrüßen. Vorausgegangen war ein ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Gorgonius. Als Festredner lobte der Historiker Prof. Joachim Kuropka (Vechta) den Schulkampf sowie den Mut der Goldenstedter als bedeutende Tat im Ringen um den Erhalt der christlichen Schule. Co-Autor Brockmann dankte den Zeitzeugen, unter ihnen auch Familienangehörige der 14 damals Verhafteten, für ihre Hilfe. An der Befragung hatten sich auch Schüler der örtlichen Marienschule beteiligt. „Den mutigen Eltern und vor allem den 14 Männern zu Ehren haben wir dieses Buch geschrieben“, so Brockmann.

Mehr Informationen auch unter www.goldenstedt.de