GOLDENSTEDT - Die zahlreichen Gäste, die zur Einweihung der neuen Kinderkrippe in Lutten eingeladen waren, kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus. Auch der Kirchenausschussvorsitzende August Pöhlking lobte die Kinderkrippe mit den Worten: „Wir haben bisher noch keine so schöne Kinderkrippe gesehen.“

Pöhlkings Dank galt vor allem der Gemeinde Goldenstedt, namentlich Bürgermeister Willibald Meyer, für die Hauptfinanzierung und für das Vertrauen in die Kirchengemeinde für diese verantwortungsvollen Aufgaben. Meyer gab den Dank weiter an den Rat, der das Vorhaben trotz angespannter Haushaltslage einhellig unterstützt habe. Mit dem neuen „schnuckeligen Gebäude“ in Lutten und der Krippe „Ammeri“ mit zusammen 60 Plätzen habe Goldenstedt die Anforderungen für das Jahr 2013, für 30 Prozent der unter Dreijährigen Krippenplätze bereitzustellen, schon heute erfüllt.

Meyer wies darauf hin, dass die Landesmittel wohl vorfinanziert werden müssten und die Gemeinde die laufenden Kosten zu 90 Prozent tragen müsse. Doch das sei „gut angelegtes Geld“, und er sei sicher, dass die Krippe bei den jungen Familien den Wunsch nach Kindern fördern werde.

Die Bau- und Einrichtungskosten liegen bei insgesamt 537 000 Euro. Vom Land Niedersachsen erwartet die Gemeinde Zuwendungen in Höhe von 207 000 Euro, vom Landkreis Vechta 84 000 Euro. An den nicht gedeckten Kosten in Höhe von 246 000 Euro beteiligt sich die Kirchengemeinde St. Jacobus Lutten mit 49 000 Euro. Bei der Gemeinde verbleiben somit 197 000 Euro. Architekt Hannes Spille versicherte, dass man im Kostenrahmen und wahrscheinlich wohl sogar darunter bleiben werde.

Auch Pfarrer Martin Knipper, der zusammen mit Vikar Dr. John Orankundil die Einsegnung der neuen Kinderkrippe bei dem St.-Jacobus-Kindergarten in Lutten vornahm, zeigte sich von den neuen Räumlichkeiten ausgesprochen angetan. Er wünschte sich, dass die Krippe zum Segen werde für alle, die ein und aus gehen, vor allem aber für die Kinder.