GOLDENSTEDT - Werbung für die plattdeutsche Sprache hat sich Goldenstedt für 2008 als Nachfolger der Gemeinde Visbek auf die Fahnen geschrieben. Zum Auftakt einer für alle Altersgruppen offenen Reihe von Veranstaltungen unter dem Titel „Plattdütsches Johr“ luden die Verantwortlichen in den Saal der Gastwirtschaft „Klostermann“ ein.
Dort trat auch das von Bürgermeister Willibald Meyer (CDU) ins Leben gerufene Quartett „plattdeutsche Quartett“ erstmals öffentlich in Erscheinung. Die Formation besteht aus Steinfelds Ex-Gemeindedirektor Peter Möllmann, auf dessen 2005 gestartete Initiative das Projekt „plattdeutsches Jahr“ (die NWZ berichtete) zurück geht, Heinz Battermann (Goldenstedt) sowie die Rudi Timphus (Mühlen) und Alfred Kuhlmann (Ellenstedt), zwei der anerkanntesten „Platt“-Experten im Oldenburger Münsterland (OM). Sie traten dafür ein, die Sprache als ein Kennzeichen regionaler Identität nicht nur im Elternhaus, sondern auch in Kindergärten und Schulen zu fördern.
Zudem führte das Jugendtheater „Dei Plattschnackers“ (Leitung: Heinz Battermann) die drei Einakter „Schnacken, Prooten, Küern“, „Dat Klima“ und „De Mänätscher“ auf. Das Publikum, das sich übrigens dem Vernehmen nach in den Pausen selbst eifrig „up Platt“ unterhielt, sparte nicht mit Beifall für die Akteure.
Für die kommenden Monate erklärte Goldenstedts Rathauschef: „Die Freunde der plattdeutschen Sprache werden auf ihre Kosten kommen und „veel Plaisier hebben“. „Sie sollten sich auf einige Überraschungen gefasst machen“, kündigte Meyer an.
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