Goldenstedt/Berlin - Das Goldenstedter Familienbündnis hat auf einer Informationsfahrt Berlin besucht. Zu den Teilnehmern zählten auch 25 Flüchtlinge, die seit etwa einem Jahr in Goldenstedt ein neues Zuhause gefunden haben. Die Idee zu dieser Fahrt hatte die Integrationsberaterin des Familienbündnisses, Regina Bruns.
In zahlreichen Gesprächen mit den Flüchtlingen sei ihr klar geworden, dass für deren Integration in die deutsche Gesellschaft neben ausreichenden Deutschkenntnissen vor allem Grundwissen über die Geschichte, Politik und Kultur Deutschlands unverzichtbar ist. Schwerpunkte der fünftägigen Berlin-Fahrt waren daher Informationsveranstaltungen zur deutschen Nachkriegsgeschichte an historischen Plätzen.
Vor allem die Teilung Deutschlands konnte den Flüchtlingen konkret veranschaulicht werden. Ein ganz besonders beeindruckendes Erlebnis war für sie der Besuch der East-Side-Gallery in Berlin-Friedrichshain zwischen dem Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke. Diese dauerhafte Open-Air-Ausstellung stellt auf 1,3 Kilometern das am längsten noch erhaltene Teilstück der Berliner Mauer entlang der Spree dar.
Zu dem Informationsprogramm gehörten auch ein Gespräch mit dem heimischen CDU-Wahlkreisabgeordneten Franz-Josef Holzenkamp im Bundestag und eine Besichtigung der Reichstagskuppel. Der Abgeordnete hatte sich sehr viel Zeit genommen und zeigte sich den Fragen und Problemen der Flüchtlinge sehr aufgeschlossen.
Die Vertreter des Goldenstedter Familienbündnisses waren von dem Verlauf der Berlin-Reise und vor allem von dem ausgesprochen großen Interesse der Teilnehmer an den einzelnen Programmpunkten sehr angetan. Für den Vorsitzenden des Familienbündnisses, Bürgermeister Willibald Meyer, war die Fahrt ohne Zweifel ein wichtiger Beitrag zur Integration der Flüchtlinge in ihre neue Heimat. Er dankte vor allem den Begleitpersonen für ihr ehrenamtliches Engagement.
