Lutten - In der seit Tagen anhaltenden Debatte um die Vorwürfe der nicht tierschutzgerechten Tötung lebensschwacher Ferkel an einem Standort der Schweinezucht GmbH Lutten (die NWZ berichtete) hat sich am Dienstag, 17. Dezember, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zu Wort gemeldet. Eckehard Niemann (Bienenbüttel), Pressesprecher des AbL-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, wandte sich grundsätzlich gegen einen Einsatz der beanstandeten Tötungsmethoden.
Betäubung durch Schlag
Er betonte, zunächst sei das Zuchtziel so zu setzen, dass die Zahl lebensunfähiger Tiere in Zukunft möglichst begrenzt werde. Er verwies darauf, dass in Frage kommende Ferkel erst vorschriftsgemäß durch einen Schlag zu betäuben seien, bevor eine Tötung durch Genickbruch erfolge. Alternative Tötungsmethoden, etwa durch Vergasung, seien keine Option, so Niemann. Auch ein Einschläfern sei problematisch, da sich bei den Tieren wegen ihrer geringen Größe kaum Venen finden ließen.
