Goldenstedt - Auf Einladung von Bürgermeister Willibald Meyer hat der Schul- und Kulturausschuss des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes am Mittwoch in der Gemeinde Goldenstedt getagt. Zunächst stellte der Bürgermeister seinen 20 Kollegen aus ganz Niedersachsen die Gemeinde vor. Dabei erntete er besonders viel Beifall für die Investitionen im Schulbereich. Aber auch der Mehrgenerationenpark fand große Zustimmung.

Unter dem Vorsitz von Samtgemeindebürgermeister Jürgen Stebani aus Ilmenau befassten sich die Mitglieder vor allem mit den aktuellen schulpolitischen Themen Inklusion und Ganztagsschule. Hier fordern die kommunalen Vertreter vom Land Niedersachsen eine weitaus bessere Finanzausstattung. Mit den gegenwärtigen Finanzmitteln ist nach Auffassung des Städte- und Gemeindebundes kein qualifizierter Unterricht weder in Inklusionsklassen noch am Nachmittag möglich.

Vor allem die Finanzierung des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nichtbehinderten Kindern bereitet den Bürgermeistern größte Sorgen. „Hier ist das Land in der Pflicht, denn die Förderung behinderter Kinder ist Landessache“, erklärte Meinhard Abel als zuständiger Beigeordneter des Städte- und Gemeindebundes. Die Kosten würden zurzeit allein auf die Städte und Gemeinden abgewälzt.

„Vor allem die immensen Kosten für die Umbaumaßnahmen an den Schulen können wir nicht alleine tragen. Wenn wir in einer Schule einen Aufzug einbauen müssen, dann kostet das schnell 200 000 Euro€“, sagte der Ausschussvorsitzende Jürgen Stebani aus dem Kreis Gifhorn.