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NWZonline.de Region

Große Depression auf Griechisch

13.10.2014

Athen Schlimmer geht’s nimmer: Die griechische Wirtschaft ist seit dem Krisenbeginn im Jahr 2008 noch deutlich stärker geschrumpft als bisher angenommen. Das hellenische Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach im Zeitraum 2008 bis Ende 2013 kumuliert um 29 Prozent ein. Bisher war ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um kumuliert 26,2 Prozent berechnet worden.

Wie das griechische Statistikamt Elstat nun bekanntgab, brach die griechische Wirtschaftsleistung von 2008 bis 2013 in laufenden Preisen von 242,096 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 182,438 Milliarden Euro im Jahr 2013 ein.

Damit wurde im Zuge des betriebenen rigiden Austeritätskurses in Athen in den sechs Jahren Rezession in Folge eine Wirtschaftsleistung von 59,658 Milliarden Euro vernichtet.

Das entspricht dem Ausmaß des Wirtschaftseinbruchs, wie er in der sogenannten „Großen Depression“ in den USA in den Jahren 1929 bis 1932 stattfand. Der Unterschied: Die Rezession in Griechenland dauert schon längst deutlich länger – ein weltweit neuer historischer Negativ-Rekord für ein Land in Friedenszeiten.

Erstmals hat das griechische Statistikamt (Elstat) dabei Daten für den Zeitraum 1995 bis 2013 nach dem revidierten Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung (ESVG 2010 oder ESA 2010) ausgewertet.

Am stärksten sanken demnach das nominelle Arbeitnehmerentgelt (die Summe aller Geld- und Sachleistungen von Arbeitgebern an Arbeitnehmer) sowie die Konsumausgaben in Griechenland: Konkret reduzierte sich das nominelle Arbeitnehmerentgelt von 82,393 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf lediglich 59,306 Milliarden Euro im Jahr 2013, ein sattes Minus von 23,087 Milliarden Euro. Betrugen die gesamten Konsumausgaben in Griechenland ferner im Jahr 2008 noch 213,692 Milliarden Euro, beliefen sie sich 2013 nur noch auf 166,381 Milliarden Euro, und damit 47,311 Milliarden Euro weniger.

Im laufenden Jahr soll Griechenland – erstmals nach dem Krisenausbruch im Jahr 2008 – wieder ein Mini-Wachstum von 0,6 Prozent erzielen. Kritiker monieren, dass diese Prognose zu optimistisch sei. Fakt ist: Laut amtlichen Elstat-Angaben schrumpfte die griechische Wirtschaft auch im ersten Halbjahr des laufenden Jahres. Konkret betrug laut Elstat der Rückgang im ersten Quartal dieses Jahres 1,1 Prozent.

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