AHLHORN - Oft war in den vergangenen Monaten zu hören, dass Kinder aus Migrantenfamilien oder aus sozial schwachen Familien schlechtere Bildungschancen und schlechtere Aussichten auf dem späteren Arbeitsmarkt haben. An der Grundschule Ahlhorn wurde jetzt ein Projekt offiziell gestartet, das diesem Problem entgegen wirken soll.
Schon seit Anfang des Monats betreut die Sozialpädagogin Kristin Averbeck am Nachmittag von 13 bis 16 Uhr zwölf Kinder aus allen Klassenstufen. Ein Teil des Geldes für die Betreuung stammt aus dem Förderprogramm „Familien mit Zukunft – Kinder bilden und betreuen“ des Landes Niedersachsen. Ursprünglich hatte die Gemeinde gehofft, bereits zum Schuljahresbeginn 2007/2008 starten zu können, der offizielle Bewilligungsbescheid ging aber erst in dieser Woche ein.
50 Prozent der Personal- und Verpflegungskosten trägt das Land, zusätzlich gibt es Geld für die Ausstattung und Verbrauchsmaterial.
Das Landesförderprogramm ist bis zum Jahr 2010 befristet: So lange kann Kristin Averbeck jetzt Hilfestellung bei den Hausaufgaben geben. Außerdem bekommen die Kinder ein Mittagessen sowie Sport- und Freizeitangebote. Bürgermeister Volker Bernasko hofft, durch dieses Zusatzangebot die Chancengleichheit zu erhöhen.
Die Betreuung der Kinder ist für die Eltern kostenlos – sie müssen sich allerdings an den Kosten für die Verpflegung beteiligen. Natürlich wird kein Kind gezwungen, an der Betreuung am Nachmittag teilzunehmen – alle Kinder sind freiwillig dabei. Wer sich einmal entschlossen hat, muss allerdings auch wirklich teilnehmen.
