AHLHORN - Die FDP hat das Gespräch vereinbart. Elternratsvorsitzender Behr hofft, dass auch die CDU- und SPD-Abgeordneten teilnehmen.
Von Klaus Derke
AHLHORN - Am Donnerstag, 8. März, wird eine Delegation aus der Gemeinde Großenkneten ein Gespräch im Kultusministerium in Hannover führen. Dabei geht es um den Wunsch nach Einrichtung einer Oberstufe am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn.Von Seiten der Gemeinde werden die vier Fraktionsvorsitzenden (oder deren Vertreter) teilnehmen sowie Erster Gemeinderat und Schulamtsleiter Klaus Bigalke, Schulleiter Wolfgang Reich-Kornett und Elternratsvorsitzender Dr. Klaus-Peter Behr, wie FDP-Fraktionschef Peter Schürmann berichtete. Die Initiative zur Hannover-Reise ist aus dem Gespräch mit dem bildungspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, MdL Hans-Werner Schwarz, entstanden, der kürzlich das Bonhoeffer-Gymnasium besuchte.
Elternratsvorsitzender Behr hat sich nach eigenen Worten von der FDP versichern lassen, dass der Besuch in Hannover keine Partei-Veranstaltung wird. Und sehr gespannt ist Behr, „ob von den anderen Parteien auch deren Landtagsabgeordnete teilnehmen?“ „Das würde unsere Position natürlich stärken“, meint der Elternratsvorsitzende und hofft, dass die Abgeordneten Renate Geuter (SPD) und Karl-Heinz Bley (CDU) dazustoßen werden.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Bley hat sich auf der Hauptversammlung der Großenkneter CDU zum Bonhoeffer-Gymnasium geäußert. Er begrüßte den Vorstoß, den Schuleinzugsbereich im Sekundarbereich I (Klassen 5 bis 10 ) für Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden Wardenburg und Hatten zu öffnen. Allerdings sei es zu früh, schon jetzt einen Antrag auf Einrichtung der Oberstufe zu stellen. Eine Genehmigung könne nur auf der Grundlage von tatsächlichen Zahlen und nicht aufgrund von Prognosen erfolgen. Zurzeit sei der Oberstufenantrag nicht genehmigungsfähig. Man sollte erst einmal abwarten, was die Öffnung für Wardenburger und Hatter Schüler an Zulauf bringe. Es sei danach genug Zeit, den Beweis zu erbringen, dass eine Oberstufe in Ahlhorn auf Dauer genügend Schülerzahlen vorweisen könne.
Derweil mischt sich auch der Hatter FDP-Ehrenvorsitzende, Eilert Tantzen aus Sage, in die Diskussion ein. Er fordert die Wahlfreiheit, die künftig Schüler aus Hatten und Wardenburg in der Sekundarstufe I haben sollen (Gymnasium Graf-Anton-Günther oder Bonhoeffer-Gymnasium) auch für die Schüler aus der Gemeinde Großenkneten, für die weiterhin Ahlhorn als einziger Startpunkt in die gymnasiale Schulkarriere in Frage kommen soll. Diese „einseitig durchlässige Grenzziehung“, damit die Großenkneter Eltern nicht auf „dumme Gedanken“ kämen, sei eine Diskriminierung der Großenkneter Eltern, meint Eilert Tantzen.
