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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Großenkneten

Andrang in Ahlhorn wächst stetig

28.12.2013

Ahlhorn Der Andrang ist groß – wie an jedem Freitagmorgen. Die Kunden der Wildeshauser Tafel stehen dicht gedrängt auf der Treppe zum Keller des Dorfgemeinschaftshaus in Ahlhorn. Einer nach dem anderen wird in die Ausgabe vorgelassen und erhält Lebensmittel gegen einen symbolischen Beitrag. Der Bedarf für ein derartiges Angebot in Ahlhorn ist schon auf den ersten Blick nicht zu übersehen. „Es war auf jeden Fall richtig“, sagt Peter Krönung, Vorsitzender der Wildeshauser Tafel, über die Entscheidung, im Mai die zusätzliche Außenstelle in Ahlhorn gestartet zu haben.

Mit 67 bei der Tafel eingetragenen Haushalten hat es in Ahlhorn angefangen. Längst ist die Zahl in die Höhe geschossen: Inzwischen sind es 262, berichtete Krönung. Das sind 780 Menschen. Zum Vergleich: In Wildeshausen sind es 344 Haushalte mit 834 Menschen. In der Zentrale ist es ruhiger geworden, seit die Kunden aus Ahlhorn nicht mehr kommen. In der Kreisstadt wurden folglich die Zeiten gekürzt, in Ahlhorn zwischenzeitlich verlängert, um dem Andrang gerecht zu werden. Dabei sticht in Ahlhorn der hohe Anteil der Kinder hervor. Er liegt bei rund 40 Prozent, so Krönung. Der hohe Anteil der Migrantenfamilien mit oft hohen Kinderzahlen schlägt hier durch. Der Schwerpunkt liegt eindeutig im Ort Ahlhorn, aber es gibt auch einige (wenige) Nutzer aus anderen Dörfern der Gemeinde.

Kleine Räume

Die Unterstützung durch die Gemeinde sei ausgezeichnet, so der Tafel-Vorsitzende, das Zusammenspiel mit der Verwaltung „ausgesprochen gut“. Es habe sogar schon erste Gespräche gegeben, ob nicht langfristig ein anderer Ausgabeort in Ahlhorn gefunden werden könnte. Das Dorfgemeinschaftshaus sei schon jetzt sehr beengt, zudem stelle die Situation im Keller ein zusätzliches (Barriere-)Problem dar.

Positive Zeichen

Wildeshauser Tafel: Aktiv seit 2009 – jeden Freitag Ausgabe in Ahlhorn

Die Ausgabestelle in Ahlhorn ist jeden Freitag, 9 bis 12 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus an der Katharinenstraße geöffnet. Erster Ausgabetermin ist am 3. Januar 2014.

Die Wildeshauser Tafel, die auch Ahlhorn betreut, gibt es seit Januar 2009. Zunächst verteilte sie Lebensmittel in den Räumen der ehemaligen Kaserne in Wildeshausen, seit April 2011 in der ehemaligen Zentralküche der Diakonie Himmelsthür.

Zu der Arbeit der Tafel gehört das Einsammeln von Lebensmitteln bei örtlichen und regionalen Unternehmen wie Bäckereien, Supermärkten, bäuerlichen und industriellen Betrieben. Mit zwei Kühlfahrzeugen werden so wöchentlich bis zu fünf Tonnen Lebensmittel bewegt, bei einer Gesamtfahrleistung von über 40 000 km im Jahr. Die Lebensmittel werden geprüft, per Hand sortiert und für die Ausgabe in Wildeshausen und Ahlhorn aufbereitet. Anschließend wird die Ware, sofern erforderlich, gekühlt oder tiefgefroren gelagert. Wöchentlich erfolgt die Ausgabe von Lebensmitteln an die registrierten Kunden.

   

   www.wildeshauser-tafel.de

„Wir brauchen finanzielle Mittel, nicht zuletzt großzügige Spenden von Einzelpersonen“, betont Krönung, dass die insgesamt rund 70 ehrenamtlichen Helfer in Wildeshausen und Ahlhorn es allein nicht schaffen können. Hier hofft er künftig auf noch auf mehr Widerhall aus der Gemeinde Großenkneten. Dass der Kneter Bürgermeister selber mit gutem Beispiel voranging und eines frühen Morgens mit anpackte bei der Lieferung aus Wildeshausen und die Lebensmittel über die Treppen und Rutschen in den Keller bugsierte, ist für ihn eines der positiven Zeichen. Die gute Resonanz der Bürger auf die Weihnachtswunschbaumaktion ein anderes.

Mehr Unterstützung

Doch es dürfe gerne mehr werden, hofft Krönung in 2014 auf wachsende Unterstützung der Gesellschaft vor Ort in der Gemeinde. Mögliche Beispiele hat Krönung einige parat. Das können Besuche der Tafel bei Seniorenkreisen sein, bei denen der Verein seine Arbeit vorstellt. „Senioren schämen sich oft, zur Tafel zu kommen, Da gibt es großen Bedarf an Aufklärung.“ Es können ebenso die Schulen sein. In Wildeshausen gibt bereits vier Projekte die an Schulen erfolgreich funktionieren. „Das könnte in Ahlhorn ebenso laufen“, hofft Krönung auf offenere Türen So könne die Tafel beim regelmäßigen Frühstücksaktionen helfen.

Auch bei den Vereinen und Verbänden setzt Krönung auf den Faktor Zeit. „Das muss wachsen“, weiß er aus Wildeshausen und wünscht sich mehr Interesse in der Gemeinde Großenkneten an der Tafel-Arbeit, so wie es in Wildeshausen bereits der Fall ist. Dabei hat er auch die anderen Ortsteilen im Blick.

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