Großenkneten/Suprasl - Einen Tag mit den Bahn angereist, zwei Tage vor Ort im polnischen Suprasl, dann wieder eine fast 17-stündige Rückreise mit der Bahn: Das waren schon vier anstrengende Tage, die die vierköpfige Großenkneter Delegation mit Bürgermeister Thorsten Schmidtke, stellvertretendem Bürgermeister Rolf Jessen, Hauptamtsleiterin Antje Oltmanns und Dolmetscherin Beate Opitz auf sich genommen hat. Gleichwohl kommt die Antwort von Antje Oltmanns ebenso schnell wie überzeugt: „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.“
Daran änderte auch nichts, dass der Anlass des Besuches, ein großes Partnerschaftsfest der Suprasler mit ihren Partnern in der Schweiz, Balsthal, und in Polen, Zgierz, unter dem schlechten Wetter erheblich litt. Denn es handelte sich um Freiluftveranstaltungen, denen Regen üblicherweise abträglich ist. Nach einer Filmnacht mit polnischen und schweizerischen Produktionen gab es am Freitag ein Bandfestival mit einer kleinen kulinarischen Meile. Am Sonnabend folgte noch mehr Musik. Dazu kredenzten Kochwerkstätten aus der schweizerischen und der polnischen Partnergemeinde von Suprasl Kostproben.
Trotz des Festivalprogramms: Die Gastgeber hatten für die Kneter auch noch ein eigenes Programm zusammengestellt. Vom stellvertretenden Bürgermeister Marek Szutko und verschiedenen Mitarbeitern, die der Delegation aus Suprasl Anfang Juni in Großenkneten angehört hatten, wurden die Kneter zunächst empfangen. Eigens für die Gäste aus Deutschland wurden der Besuch einer Synagoge sowie eines Schlosses arrangiert.
Oltmanns Eindruck von der Kurzreise: „Die Kontakte haben sich erheblich intensiviert, und sie sind freundschaftlicher geworden.“ Schon beim Gang über den Marktplatz stießen die Kneter auf Bekannte und erneuerten bereits geknüpfte Kontakte. So sah Oltmanns zwei Austauschschüler wieder. „Das ist sehr positiv“, so Oltmanns über die jüngste Entwicklung der Partnerschaft.
Da treten dann auch die Reisestrapazen in den Hintergrund, wenngleich die Verspätung am Sonntagabend die Kneter Delegation doch etwas unruhig werden ließen. Laut Plan sollte die Rückkehr am Sonntag gegen 20 Uhr sein, doch es gab wiederum eine Verspätung der Bahn. Gerade noch rechtzeitig zum WM-Finale kam die Delegation wieder heim.
