Ahlhorn - Eine dringende Aufklärung in Sachen Schießstand in Ahlhorn fordern der Verein für Lebensqualität (VfL) und die Bürgerinitiative (BI). In einer gemeinsamen Erklärung sprechen die Vorsitzenden, Peter Dobrunz und Vera Palme, von „einer neuen Dimension“.

Hintergrund ist u.a. die Berichterstattung der NWZ . So habe die Firma Bunte seinerzeit Kaufinteresse für das ehemalige Bundeswehrschießstandareal bekundet. Die verantwortliche Bundesbehörde (Bima) soll aber mitgeteilt haben, dass diese Fläche bereits für die Jäger aus Vechta und Cloppenburg „reserviert“ sei.

„Es handelt sich hier um eine Bundesbehörde, die wohl den Auftrag hat, entbehrliche Flächen bestmöglich im Sinne von Staatseinnahmen zu veräußern“, so Dobrunz und Palme. Dabei spiele es keine Rolle, dass die Bunte-Gruppe aktuell kein Interesse mehr an diesem Flächenbereich habe.

Nachdenklich stimme zudem, dass sich die Verwaltungsspitze der Gemeinde nicht äußere. „Wie bekannt ist, hat der Bürgermeister lediglich die Einholung eines zweiten Lärmgutachtens mit angeregt“, so die Vereine.

Eine weitergehende Frage sei beispielsweise, warum die damaligen Bodenuntersuchungen in einer Tiefe von etwa drei Metern beendet worden waren. Dabei sei bekannt, dass im tieferen Erdreich eine Müllkippe vorhanden war. Auch zur verwendeten Kartographie würden Zeitzeugen andere Aussagen treffen.

„Daher ist es unabdingbar, dass die Verwaltung rechtssicher prüfen lässt, ob der seinerzeitige Ratsbeschluss zum Bau eines Mega-Schießstands überhaupt noch aufrechterhalten werden kann“, fordern Palme und Dobrunz.

Es sei dringend eine lückenlose Aufklärung des gesamten Verfahrens nötig. Bis dahin müsse der Landkreis als verantwortliche Behörde seine in Aussicht gestellte Genehmigung für den Schießstand aussetzen.