Ahlhorn - Mit einer einstimmigen Empfehlung hat der Planungs- und Umweltausschuss am Montagabend eine Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich „Ahlhorn, Gewebegebiet Zum Langen Moor“, den entsprechenden Bebauungsplan und zugleich eine Veränderungssperre auf den Weg gebracht.
Die Gemeinde reagiert damit auf den Wunsch der Flugplatz Ahlhorn GmbH, die ehemalige Standortschießanlage für gewerbliche Zwecke erwerben und erschließen zu wollen. Es gebe eine große Nachfrage nach Abstell- und Lagermöglichkeiten. Die Einrichtung von Hallen und Unterständen sei geplant, erläuterte Bürgermeister Thorsten Schmidtke die Pläne des neuen Investors für das Areal, der sich jetzt ins Spiel gebracht hat.
Damit haben die Pläne der Jägerschaften Cloppenburg und Vechta, dort einen jagdlichen Schießstand zu bauen, einen bösen Dämpfer bekommen.
Die Jäger sind wenig erfreut, wie Rainer Diekmann und Herbert Pitann nach der Sitzung der NWZ erklärten. Sie hätten die Planung jetzt so weit vorangebracht, dass bereits 90 Prozent der Auflagen des Landkreises, auch hinsichtlich der Bürgschaften, erfüllt seien. Auch habe die Gemeinde schon 2009 ihr Einvernehmen erklärt. „Wir haben ein Anrecht darauf“, so Diekmann. Die Jägerschaften würden über rechtliche Schritte nachdenken.
Was die Jäger aus Cloppenburg und Vechta ärgerte, freute Vertreter der Bürgerinitiative „Ahlhorn ohne Schießlärm“, die seit Bekanntwerden der Pläne gegen das Vorhaben protestiert.
