BISSEL/CLOPPENBURG - BISSEL/CLOPPENBURG/LD - Nicht nur die deutsche Fußballnationalmannschaft hatte mit ihrem 3:0-Sieg über Ecuador einen guten Tag erwischt. Auch bei der Zuchtviehauktion der Weser-Ems-Union (WEU) in Cloppenburg lief am Dienstag alles bestens. Der eh schon hohe Preis für abgekalbte Färsen wurde erneut gesteigert auf nun 1456 Euro im Schnitt. Dabei wurde die 2000-Euro-Marke sensationell 19-mal geknackt! Auch die Jungrinder, Kuhkälber und die Bullen brachten es auf gute Preise.
Mit 260 Färsen gab es einen ungewöhnlich großen Auftrieb für eine Sommerauktion, trotzdem konnte der Bedarf nicht gedeckt werden, berichtete die WEU. Die Auslandsnachfrage, besonders aus Italien, sei nach wie vor sehr hoch. Auch Kunden aus Spanien und Ungarn waren nach Cloppenburg angereist. Die hohen Preise erfreuen natürlich die Verkäufer. Der Nachteil sei allerdings, dass die einheimischen Käufer mit ihren oft eher moderaten Preisvorstellungen immer seltener zum Zuge kommen können. Das teuerste Tier dieser Auktion, eine Tochter des WEU-Topsellers Strunz von Heinrich-Wilhelm Cording aus Bissel, wurde für 2300 Euro einem süddeutschen Kunden zugeschlagen. Das Tier überzeugte durch ihre Harmonie, das fest angesetzte Euter und eine Einsatzleistung von 40 Kilogramm, so der Züchter. Für 2250 Euro verkaufte Thomas Müller, Klein-Scharrel, eine exterieurstarke Freeman-Tochter aus seinem bekannten G-Stamm. Sie wurde nach Italien verladen. Eine weitere Strunz-Tochter konnte sich auf dem
Treppchen der Preistopliste platzieren. Diese leistungsstarke, gut entwickelte Färse wurde von Peter Wreesmann-Grever aus Schnelten angeboten und trat für 2200 Euro ebenfalls ihre Reise nach Italien an.
Die Kategorie der Jungrinder und Kuhkälber wurden fast ausschließlich durch Bestandsaufgaben hiesiger Rinderzüchter beschickt. Beide teuersten Jungrinder, abstammend von Lubitz und Zunder, kamen von Heinrich Niemeyer aus Hemmelte. Sie wurden für je 750 Eurp an Züchter aus dem WEU-Gebiet versteigert. Der teuerste Bulle der Auktion wurde von Franz Thole, Emstekerfeld, vorgestellt.
