Großenkneten - Das Flurbereinigungsverfahren Großenkneten war mit einer Fläche von 3008 Hektar, die neu beordnet wurde, ein Mammutprojekt. Von 1979 bis 2004 zog sich das umfangreiche Vorhaben hin. Unzählige Male saßen die Beteiligten zusammen, um die Einzelheiten zu klären und Streitpunkte aus der Welt zu schaffen, bis dass Werk vollbracht war.
Eine so intensive Zusammenarbeit schweißt auch irgendwie zusammen. So ist der dicke Findling mit Inschrift an der Verlängerung des Moosbergweges immer wieder Treffpunkt für Beteiligte.
Vor sieben Jahren wurden dort zwei massive Bänke aufgestellt, vor zwei Jahren kam ein solider Tisch dazu. Ein beliebter Rastplatz für Wanderer und Radler.
Als vor zwei Jahren der Tisch aufgestellt wurde, beschlossen die ehemaligen Beteiligten, sich künftig alle zwei Jahre dort in gemütlicher Runde zu treffen, wie der ehemalige Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Otto Deepe, berichtete. Als es jetzt so weit war und Deepe vorher noch einmal nach dem Rechten schauen wollte, musste er feststellen, dass unbekannte Täter die mit Bandeisen im Boden fest verankerten zwei Eichenbänke bei Nacht und Nebel gestohlen hatten.
„Das ist sehr ärgerlich“, so Deepe. Er kann das nicht verstehen. Die Teilnehmergemeinschaft habe die Bänke für die Allgemeinheit aufgestellt. „Wir wollten sie gerade noch mal neu streichen“, so Deepe. Das musste er nun nicht mehr. Zum Treffen der ehemaligen Flurbereinigungs-Beteiligten am Erinnerungsstein mussten Stühle und Bierzeltbänke mitgebracht werden. Der Unmut ist groß. Vielleicht bekommen die Täter – allein kann man die schweren Bänke nicht bewegen – doch noch ein schlechtes Gewissen und bringen sie wieder zurück, meinten einige Teilnehmer der Runde.
