Großenkneten/Huntlosen - Erster Gemeinderat Klaus Bigalke zeigte sich am Freitag erfreut, „dass dieser wertvolle Kindergarten ununterbrochen fortgeführt werden kann.“ Um das auch nach außen zu dokumentieren, wurde die Unterzeichnung der Betriebsvereinbarung mit dem Verein „Naturkindergarten Huntlosen e.V.“ im Beisein der Presse vollzogen. Der Großenkneter Gemeinderat hatte bereits im Dezember 2012 den Abschluss der Betriebsvereinbarung beschlossen, um auch zukünftig die erfolgreiche pädagogische Arbeit sicherzustellen, wie Bigalke betonte.
Der Naturkindergarten in Huntlosen war im Zuge der Insolvenz des bisherigen Trägers, der Ökologischen Akademie Hosüne, 2010 in schweres Fahrwasser geraten. Dem ersten Kindergarten, der 2002 nicht in kirchlicher Trägerschaft und mit einem alternativen Konzept gegründet worden war, drohte das Aus.
Zur Sicherstellung der weiteren Versorgung und Betreuung der Kinder gründete sich sehr schnell der Verein Naturkindergarten e. V., um den Betrieb zu übernehmen. „Darüber waren wir sehr froh“, so Bigalke. Zunächst gab es bis zur Abwicklung des Insolvenzverfahrens eine Übergangsvereinbarung mit der Gemeinde.
Gemeinde ist Eigentümer
Mittlerweile hat die Gemeinde Grundstück und Kindergartengebäude in Hosüne erworben. Damit war der Weg frei für einen unbefristeten Vertrag mit dem Verein als Betreiber der Einrichtung.
Die Verhandlungen seien sehr angenehm und vertrauensvoll verlaufen, sagten Erster Gemeinderat Klaus Bigalke und Sozialamtsleiter Hartmut Theilen.
Meendert Buurman, Vorsitzender des Vereins, betonte am Freitag ebenfalls die unkomplizierte und direkte Art der Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Endlich habe man klare Verhältnisse und eine langfristige Perspektive, sagte Buurman.
Groß ist die Freude auch beim siebenköpfigen Mitarbeiter-Team, das harte Zeiten durchlebt hat. „Uns ist ein großer Stein vom Herzen gefallen“, meinte Leiterin Stefanie Born am Freitag. „Wir werden nun schauen, wie wir unser Konzept weiter ausbauen.“
Zurzeit voll belegt
Es ist ein Konzept, das großen Anklang findet. Alle 85 Plätze des Naturkindergartens sind belegt. Es gibt eine Warteliste. Insgesamt sind es drei Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe. Betreut werden Kinder im Alter von 12 Monaten bis elf Jahre (Hort am Nachmittag).
