Großenkneten/Suprasl - Es liegt schon lange zurück, ist aber im polnischen Suprasl nicht vergessen: Im Jahr 1831 im Zuge des polnischen Novemberaufstandes (auch polnisch-russischer Krieg) wurden bei einem Angriff russischer Truppen im Gebiet der Gemeinde Suprasl 46 aufständische polnische Soldaten getötet. Sie wurden in einem Massengrab beigesetzt. Jetzt, mehr als 180 Jahre später, wurden die Überreste der damals bei Kopna Góra Getöteten aus ihrem Massengrab umgebettet in eine neu errichtete Gedenkstätte. Kopna Góra liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Suprasl, der Partnergemeinde Großenknetens.

Bürgermeister Radoslaw Dobrowolski hat die Suche nach dem Massengrab und den Bau der neuen Gedenkstätte initiiert. Zur feierlichen Einweihung war auch die Partnergemeinde eingeladen.

Im Zuge der Zeremonie am vergangenen Sonntag mit hundert geladenen Gästen und vielen Zuschauern legten Bürgermeister Thorsten Schmidtke und stellvertretender Bürgermeister Rolf Jessen einen Kranz an der neuen Gedenkstätte nieder.

„Es war eine sehr feierliche Veranstaltung“, berichtet Erster Gemeinderat Klaus Bigalke, der mit der Partnerschaftsbeauftragten Antje Oltmanns und Dolmetscherin Aneta Redman ebenfalls zur Delegation gehörte.

Die Großenkneter waren am Sonnabend früh morgens in den Zug gestiegen und am Montag wieder Richtung Heimat gefahren. Insgesamt 30 Stunden Zugfahrt waren es hin und zurück gewesen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude