Großenkneten/Döhlen - Einen grausigen Fund machten Jäger am Wochenende im Rahmen ihres regelmäßigen Rundgangs durch das Revier Döhlen. Ein Reh hatte sich im engmaschigen Elektrozaun einer riesigen, mit hohen Gräsern zugewachsenen Freifläche verfangen und war elend zugrunde gegangen. Das Muttertier hatte nach Kenntnis der Waidmänner noch zwei Rehkitze zu versorgen.

Von einer „unglaublichen Missachtung der Tierwelt“ spricht Jagdpächter Robert Kuhlmann, von der NWZ auf den Fall angesprochen. Auf dem Areal lebten nach seiner Kenntnis bis Oktober rund 2500 Gänse. Danach wurde die Wiese sich offenbar selbst überlassen. Ein ideales Biotop für die Tierwelt. Zahlreiche Rehe „zogen“ hier ein, als das Tor offenstand.

Doch eine Flucht vom umzäumten Gelände sei nur wenig Tieren möglich. Der feinmaschige Elektrozaun und der davor liegende Maschendrahtzaun seien eingewachsen und seien für die Tiere kaum zu erkennen. Wer sich einmal in dem feinmaschigen Weidezaun verfängt, kann kaum entkommen. Die Jäger hätten versucht, die Tiere zu vergrämen – mit mäßigem Erfolg. Der Jagdpächter wünscht sich, dass Grundstückseigner mehr Sensibilität zeigen und vor allem diese Zäune nach Gebrauch schnell entfernen.