Großenkneten - Auf dem ersten Blick wird nicht sofort erkennbar, was vor der Giebelseite der Großenkneter Marienkirche liegt. Bei näherem Betrachten ist zu sehen, dass es sich dabei um Efeu handelt: Das Gewächs ist wie ein Teppich zu Boden gerollt, an der Wand zeigt die Verfärbung, dass es fast bis an die Dachspitze reichte. Die Aufnahme stammt von Falko Witte, Großenkneter und unter anderem Mitglied des Hegerings.

Seine Fotos sind eine Reaktion auf den Bericht unserer Zeitung vom Mittwoch, in dem Prof. Dr. Remmer Akkermann im Namen der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) den städtischen Bauhof Wildeshausen kritisierte: Er hatte Efeu von Bäumen an der Glaner Straße entfernt. Der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Hans Ufferfilge, erklärte auf Nachfrage, dass das Gewächs entfernt wurde, um die Bäume zu entlasten.

Wie groß die Last offenbar werden kann, zeigen jetzt die Fotos von Witte: Das Grünzeug sei bei Starkregen zu Boden gerollt, sagt er, und gibt zu bedenken: „Das sind einige Zentner Efeu, die sich von der Wand gelöst haben, zum Glück waren hier keine Menschen anwesend. Wenn jetzt Efeu die Straßenbäume erobert, ist die Gefahr um einiges größer, diese zusätzliche Last und dann noch Sturm bei voller Belaubung – das schmeißt jeden Baum um.“

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen