Großenkneten - Mancher mag es schon am frühen Samstagmorgen nach der Schlagerparty geahnt haben: Der Dauerregen verwandelte die ausgepflockte Strecke für das zweite Traktor-Pulling in Großenkneten in ein riesiges Matschloch.

Als mit einem großen Radlader versucht wurde, die Ackerfläche noch einmal gerade zu ziehen, versank das Ungetüm schon nach wenigen Metern in der Matschwüste, bestehend aus aufgeweichtem Mutterboden.

„Das war für uns ein sicheres Zeichen, das Traktor-Pulling nicht stattfinden zu lassen“, erklärte Andreas Turkowski, Rennleiter der immer sehr gut besuchten Action-Veranstaltung, die Entscheidung. Das „No Go“ traf manche bereits eingetroffene Fahrer eher unerwartet. Entsprechend groß und nicht immer freundlich war das Echo in den sozialen Medien.

„Ich bin heute Morgen um 7 Uhr mit meinem Traktor in Walsrode losgefahren, um pünktlich hier beim Pulling sein zu können“, sagte Sven Aßmus, der mit seinem John Deere 4755 teilnehmen wollte. Andere umstehende Traktor-Fahrer äußerten sich ähnlich. „Das war eine lange Fahrt. Jetzt kann ich die ohne Spaß beim Wettbewerb wieder zurückfahren“, lächelte er. „Aber ich habe immerhin eine Currywurst gehabt. Das ist wenigstens etwas“, tröstete er sich selbst.

Turkowski warb bei allen Betroffenen um Verständnis: „Schon aus Sicherheitsgründen hatten wir keine andere Wahl, als die Veranstaltung abzusagen. Für das Wetter können wir auch nichts. Uns tut es für die 93 angemeldeten Fahrer wirklich leid, hoffen aber, dass sie im kommenden Jahr dennoch wieder zum Traktor-Pulling nach Großenkneten anreisen werden.“

Zumindest auf dem Mediakanälen erzeugte die Absage des Wettbewerbs regen Datenverkehr. Verkehr, den die Traktor-Freunde lieber auf dem Ackerfeld, gesehen hätten. Aber wie heißt es doch: Es hat nicht sollen sein….