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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Großenkneten

Jeder will König – aber keiner „Mister Bonsai“ werden

16.07.2018

Großenkneten „Fertig“, sagte Claus Coorssen am Samstagmorgen auf dem Anwesen von Eilert Decker auf dem Kuhberg in Großenkneten. Gerade hatte er eine stattliche Sonnenblume „verplompt“. „Damit der noch amtierende König der ,Freunde der Sonnenblumen‘ auch nicht schummeln kann“, so Harald Theile, Pressewart des Clubs, mit einem Augenzwinkern.

Damit ist eigentlich auch schon alles gesagt, was die Regularien bei den Sonnenblumenfreunden angeht. Dabei handelt es sich um einen Club, der sich im Jahr 2000 zusammenfand, aus zehn Mitgliedern besteht und damit schon in der 19. Saison nach dem Besitzer der besten Sonnenblumen fahndet. Und was auch noch wichtig ist: Jeder darf nur drei Sonnenblumen aus seiner Züchtung für den Wettbewerb melden und damit verplomben lassen.

„Ansonsten gibt es keine Regeln. Es ist alles erlaubt“, erklärte Harald Theile. So kann eine direkter Wasserleitung gelegt oder Spezialdünger verwendet werden, natürlich sind auch Streicheleinheiten für die Pflanzen möglich. Wer letztlich Sonnenblumenkönig 2018 werden wird, das zeigt sich dann Ende September.

Doch bis dahin gibt es noch viele Sommertage, wahrscheinlich wenig Regen und dafür umso mehr Arbeit. „Rechnen muss man bei den Jungs mit allem“, weiß der Pressewart aus Erfahrung zu berichten und lehnt sich beim „Elf-Uhr-Zug“ genüsslich zurück in den Stuhl auf der Winterterrasse bei Deckers. So wie seine Mitstreiter, Klaus Brüning, Dieter Spille, Heino Scholz, Helmut Dieks, Uwe Borchers, Claus Coorssen und Eilert Decker, die zur Verplombungsaktion kamen. Ferner gehört Andreas Krems zur Truppe. Als Gast war Karl-Heinz Wilkens eingeladen worden, der schon fast zur „Familie“ der Sonnenblumenkönige gehört.

Aber zu viel Muße war an diesem Vormittag auch nicht angesagt. Schließlich musste die Truppe noch die anderen Sonnenblumengärten der Clubmitglieder aufsuchen, um auch hier die drei ausgewählten Pflanzen mit einer Plombe zu versehen. „Eine Aktion, die ihre Zeit braucht“, sagt Klaus Brüning. Er muss es wissen, war er doch schon viermal König und hat so seine eigene Erfahrung gemacht. 5,75 Meter Höhe war bislang sein Rekord. Da staunten auch die Clubkollegen.

Übrigens: Derjenige, der beim Abschlussmessen die Blume mit der geringsten Höhe vorzuweisen hat, trägt dann eine Saison lang den ungeliebten Titel des „Mister Bonsai“. Zum Saisonabschluss hat er außerdem alle Mitglieder nebst Anhang im Rahmen eines zünftigen Mahls zu beköstigen. „Das ist eindeutig wenig erstrebenswert“, meinte Theile.

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