Großenkneten - Im Vergleich mit der Samtgemeinde Harpstedt lässt sich eine Besonderheit des Kneter Stellenplans aufzeigen. Beide Kommunen weisen 125 Stellen aus: Auf den ersten Blick verblüfft das, denn Großenkneten hat rund 5000 Einwohner mehr als Harpstedt mit seinen 11 000 Einwohnern. Doch die Samtgemeinde betreibt mehrere Kindergärten in eigener Regie und damit mit dem entsprechenden Personalaufwand. In Großenkneten fällt dieser personalintensive Bereich völlig heraus aus dem Stellenplan.
Sechs Kindergärten sind in kirchlicher Trägerschaft in Ahlhorn, Großenkneten, Sage und Huntlosen, einer in freier Trägerschaft eines Vereins in Hosüne. Der komplette Verzicht auf kommunale Kindergärten ist in der Region eher ungewöhnlich. Er schlägt sich im Stellenplan der Gemeinde deutlich nieder, da die Erzieherinnen und weitere Kräfte in dem personalintensiven Bereich der Kitas und Krippen nicht auftauchen, sondern in den jeweiligen Stellenplänen der Träger.
Die Kosten für die Kinderbetreuung bleiben gleichwohl massiv bei der politischen Gemeinde. An die Kindergartenträger fließen aus der Gemeindekasse rund 2,475 Millionen Euro in diesem Jahr. Durch Mehrkosten im Zweitkraftbereich und ein weiter ausgebautes Betreuungsangebot sind die Aufwendungen derzeit um 20 Prozent gegenüber 2019 gestiegen, heißt es im Bericht der Kämmerei.
Hinzu kommen 68 400 Euro als Zuschuss für die gemeindeeigene Hortgruppe in der Grundschule Ahlhorn sowie die nachschulische Betreuung in Großenkneten und die Großtagespflegestelle in Huntlosen mit einem Zuschuss von jeweils 27 700 Euro.
