Großenkneten/Sage - Bereits das fünfte Mal findet auf dem Gelände der Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz ein internationales „Jugend-Work-Camp“ statt.
Junge Leute aus Ungarn, Russland, Polen, Litauen, Tschechien und den Niederlanden nehmen gemeinsam mit deutschen Jugendlichen an dem zweiwöchigen Camp teil. Erstmals steht das internationale Treffen auch ganz im Zeichen der Inklusion. Denn zeitgleich ist für eine Woche eine elfköpfige Gruppe von Menschen mit Behinderungen von der Lebenshilfe Celle mit von der Partie. Begleitet von zwei hauptamtlichen Betreuern will die Lebenshilfe-Gruppe die Feuerstelle auf dem Gelände in Sage gestalten. Dirk Rolof, einer der Betreuer, freute sich über den großen Enthusiasmus und Spaß, mit dem seine Truppe in Sage dabei ist.
„Dieses aktuelle Projekt zeigt erneut, wie wichtig es ist, unterschiedliche Menschen zusammenzuführen“, meinte Bürgermeister Thorsten Schmidtke, als er am Montagvormittag beide Gruppen im Rathaus empfing. „Wo gegenseitig Achtung und Toleranz herrschen, da entstehen Sympathie und Harmonie“, zitierte Schmidtke den Gründer der Pfadfinder-Bewegung Lord Baden-Powell.
„Work-Camp“ bedeutet, dass die Teilnehmer jeden Tag fünf bis sechs Stunden arbeiten. Dabei soll dieses Mal der Innenausbau der Pfadfinder-Scheune auf dem Gelände der Bildungsstätte im Mittelpunkt stehen. „Wir wollen auch Mobiliar für die Scheune bauen“, so der Leiter der Bildungsstätte, Dirk von der Heide. Diverse Sanierungs- und Renovierungsarbeiten sind geplant. Geleitet wird das Camp von Freya Kröger und Ellen Reinert vom Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) und Maciek Szczesny, Jugendbetreuer aus Polen.
Neben der Arbeit soll natürlich die Freizeit nicht zu kurz kommen. Gemeinsame Unternehmungen und das Kennenlernen von Land und Leuten sind angesagt. Die Teilnehmer kochen selber, so dass in diesen Tagen auch viele Gerichte aus den jeweiligen Heimatländern auf der Speisekarte zu finden sein werden.
