Ahlhorn/Landkreis - Der Wald soll weiterhin ein „Lernort Natur“ und Ort der Entspannung für alle Bürger bleiben. Darüber waren sich die heimische FDP-Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst (Wohlde) und ihre Kollegin Christel Happach-Kasan, agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, einig. Gemeinsam mit FDP-Vertretern aus der Region informierten sich über die waldpädagogische Arbeit im Forstamt Ahlhorn.

„Der Wald ist unsere Zukunft, er ist ein ökologisches, wirtschaftliches und soziales Gut“, erklärte Regina Dörrie, Leiterin des Forstamtes Ahlhorn. Dies müsse über waldpädagogische Angebote deutlich werden. So lernen Kinder und Jugendliche aller Altersstufen in Tages- oder Mehrtagesangeboten des Waldpädagogik-Zentrums (WPZ) mit der Natur verantwortungsvoll und nachhaltig umzugehen. Als besonders effizient erweisen sich hier langfristige Schulkooperationen. Horst Wieting vom WPZ verweist auf die guten Zahlen: „Im Jahr 2011 haben 9400 Kinder und 2050 Jugendliche haben allein an Tagesangeboten teilgenommen.“

Im Bundeswaldgesetz wurde klargestellt, dass für waldtypische Schäden jeder selbst haftet. Dennoch sei es löblich, so die Politiker vor Ort, dass die anliegenden Gemeinden die Verkehrssicherungspflicht zum Schutz der Bürger übernommen haben.

Besonders interessiert zeigte sich Dr. Happach-Kasan, Abgeordnete aus Bäk (Schleswig-Holstein), an Erfahrungsberichten zum Projekt Küstentanne. „Das papierlose Büro wird zwar ständig propagiert, ist aber längst nicht in der Praxis angekommen“, so Dr. Happach-Kasan. Die Küstentanne wächst doppelt so schnell wie die Fichte und zeichnet sich besonders in windreichen Regionen, wie hier in Norddeutschland, durch die Pfahlwurzel und relativ anspruchslose Wachstumsbedingungen aus. Der Anbau dieser besonderen Tanne werde in Deutschland seit 1900 kultiviert. Bei dem Projekt Küstentanne ist der ökologischen Zuträglichkeit vor allem dann gedient, wenn sie in limitierter Anzahl angebaut wird. „Es ist absolut sinnvoll, das Projekt Küstentanne voranzutreiben, um Holzressourcen zu gewinnen und die bestehende Nadelholzlücke zu füllen.“