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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Großenkneten

Neubau lässt Bedenken schnell verfliegen

04.10.2016

Huntlosen Der alte Bullenstall auf Gut Sannum: Für viele gehörte er einfach unverzichtbar zum weitläufigen Komplex an der Sannumer Straße dazu. Den Abriss sah daher mancher kritisch, so Großenknetens Thorsten Schmidtke. „Ich war von Anfang an dagegen“, gestand er am Sonntag bei der feierlichen Eröffnung des „neuen Bullenstalls“. Um dann zu gestehen: „Wow, klasse. Ich nehme alles zurück. Das war die richtige Entscheidung.“ Dieses Lob war bei der Einweihungsfeier im neuen Gebäude für die heiminterne Tagesstruktur der 155 Bewohner immer wieder zu hören.

900 000 Euro

Rund 440 Quadratmeter Nutzfläche hat das neue Gebäude. Damit ist es größer als der bisherige Bullenstall an dieser Stelle. Der Neubau für die heiminterne Tagesstruktur, bei der jetzt differenzierte Angebote möglich sind, besteht im Erdgeschoss neben dem Hofladen aus einer Töpfer- und Weidenflechtwerkstatt sowie einem Kreativbereich. Letzterer kann als Mehrzweckraum auch für Schulungen und Seminare sowie als Ergänzung für das hofeigene Café genutzt werden. Im Obergeschoss befinden sich Büro, Lagerräume sowie weitere Sanitäranlagen.

Das Gebäude in Massivbauweise mit Satteldach erinnert in seiner Gestaltung an den historischen Bullenstall, der im Dezember 2015 abgerissen wurde. Die reinen Baukosten einschließlich der Gestaltung der Außenanlagen betragen rund 900 000 Euro. Die Bauzeit betrug rund neun Monate.

„Wir entwickeln in Sannum ein Kleinod“, sagte der Geschäftsführer des Trägers, des Bezirksverbands Oldenburg, Frank Diekhoff. „Es hat sich gelohnt“, kommentierte er den Aufwand an Geld, Kraft und Zeit für den Neubau, der den Bewohnern diene. „Es wird viel über Inklusion gesprochen, hier wird sie gelebt“, betonte Diekhoff. Ausdrücklich dankte er den Nachbarn für den wunderschönen Kranz am Hauseingang. Seit dem Amtsantritt von Schmidtke als Bürgermeister sei das Klima besser geworden, freute er sich. „Da wächst zusammen, was zusammen gehört“, so Diekhoff über die Partnerschaft zwischen Gut Sannum und Kommune.

„Hier hat sich unendlich viel getan“ , erinnerte der Bürgermeister an die Entwicklung von Gut Sannum in den vergangenen Jahren. „Es ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann.“

Der Leiter von Gut Sannum, Hans-Werner Kuhlmann, berichtete von Arbeiten bis zur letzten Sekunde. „Am Sonnabend ist der letzte Elektriker um 18 Uhr gegangen“, sagte er. Bei den Außenanlagen ist denn auch noch einiges zu tun. Auf die 155 Bewohner kommen derzeit 155 Mitarbeiter, nannte Kuhlmann Zahlen. Im Hofladen am neuen Standort können alle Produkte angeboten werden, die Sannum produziert. Für ihn war der lange Besuch der Nachbarn beim Kranzaufhängen ein gutes Zeichen von Inklusion.

Architekt Jörn Haußmann (Büro Kapels aus Zetel) erläuterte in seiner Rede, dass der frühere Bullenstand ortsbildprägend gewesen sei. „Unser Ziel war es, das Bild zu erhaltne“, erklärte er, auch wenn das neue Gebäude etwas größer sei. Er wies auf die offene Bauweise des Hauses mit viel Fensterfläche hin.

Besonderheit im Flur: Hier wurde altes Pflaster von einer Siloplatte verlegt. Dafür wurden alle Steine gereinigt, gesäubert, gestapelt und dann wieder eingebaut, betonte Haußmann den großen Aufwand für Mitarbeiter und Bewohner.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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