Großenkneten - Als das neue Seniorenheim und die Anlagen für betreutes Wohnen an der Hauptstraße in Großenkneten geplant wurden, hat man an vieles gedacht. Allerdings nicht daran, dass nicht mehr so mobile Senioren mit oder ohne Rollator oder Rollstuhl auch mal zu den Einkaufsmärkten direkt nebenan gehen möchten. An der Hauptstraße gibt es aber nur eine sehr enge Einfahrt zu den Parkplätzen von Aldi und Edeka, die zugleich auch die kürzeste fußläufige Zuwegung ist. Und da kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen, wenn Fußgänger und Autofahrer aufeinandertreffen.
„Daran haben wir nicht gedacht“, betonte Heinz Heinsen (SPD). Er hat schon selber erlebt, dass er mit dem Auto auf den Parkplatz fahren wollte und ein verunsicherter Senior mit Rollator verzweifelt versuchte, Platz zu machen. „Rückwärts mit dem Rollator“, schilderte Heinsen.
Die SPD hat beantragt, das laut Fraktionschef Hartmut Giese „sehr große Gefahrenpotenzial“ schnellstens zu verringern. 7000 Euro sollten deshalb veranschlagt werden, um einen direkten Verbindungsweg zwischen dem Seniorenzentrum und dem Einkaufsmarkt herzustellen. Das Problem: Es handelt sich um private Grundstücke, die verbunden werden sollen. Die Grundstückseigentümer seien nicht bereit, die Kosten zu übernehmen. Die Gemeinde könne aber nicht eine Baumaßnahme auf privaten Grund finanzieren, machte Bürgermeister Thorsten Schmidtke deutlich.
Die Ausschussmitglieder waren einhellig der Meinung, dass trotzdem etwas passieren muss, um den „Planungsfehler“, so Heinz Heinsen, zu beheben. Vielleicht wäre eine Lösung „für kleines Geld“ unter Einbeziehung der Grundstückseigentümer und des Bauhofes möglich, meinte Thorsten Deye (CDU). Die Verwaltung sollte auf jeden Fall noch einmal mit den Eigentümern reden.
Axel Janßen (KA) wurde deutlicher: Gerade von Einsiedel & Partner als Investor des Seniorenzentrums, erwarte er, „dass sie solche geringfügigen Investitionen tätigen“. Das sei für den Investor doch nur ein Betrag aus der Portokasse, so Janßen.
