SANNUM - „Wir wollen Frieden für uns alle“ sangen am Freitagabend nicht nur die Mitglieder des Sannumer Chors unter der Leitung von Ulrike Meyer, sondern auch die 114 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Umfeld der Einrichtung Haus Sannum. Anlass war der zehnte Geburtstag des Förderkreises „Leben und Arbeiten in Sannum“, der im Rahmen des festlichen Abendmenüs gefeiert wurde.
Diesmal war das Motto der Orient. Vorsitzende Heike Wolters-Becker erklärte in ihrer Begrüßung, dass in Zeiten sozialer Unruhen und kriegsähnlicher Aufstände in den nordafrikanischen Staaten, der Frieden, die eigene Sicherheit und ein Heim in unserem Lande umso wertvoller erscheinen würden.
Bevor das Abendmenü vom Team des Hauses Sannum unter der Leitung von Sabine Bolduan mit orientalischen Köstlichkeiten aufgetischt wurde, blickte Landrat Frank Eger auf die vergangenen zehn Jahre zurück. „Der Förderkreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die pädagogische und soziale Arbeit in der Betreuung und Pflege der Menschen mit geistiger Behinderung, psychisch Kranker und Mehrfachbehinderter zu unterstützen und zu fördern“, betonte Eger. Im Juni 2001 gründeten 25 Mitglieder den Förderkreis, der zuvor von Ludger Wahls, damals Mitarbeiter im Haus Sannum, initiiert worden war. Heute hat der Förderkreis 41 Mitglieder.
2003 rief das erste Abendmenü unter dem Motto „Frankreich“ 65 Gäste auf den Plan. Ein weiterer Meilenstein war 2003/2004 der Umbau eines Hausbereichs mit Einrichtung von Einzelbettzimmern. 2005 kam das Großprojekt Café-Ausbau. Insgesamt seien 32 000 Euro an Spendengeldern ausgegeben worden, um etwa Ausflüge, Urlaubsfahrten und Anschaffungen zu ermöglichen.
Nach Menü und orientalischem Tanz durch Benat Balady aus Hockensberg, mit Maria Vorwerk, Astrid Busch und Anja Richter, würdigte die Vorsitzende Heike Wolters-Becker die vergangenen zehn Jahre. Sie bedankte sich für die Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung. Künftig soll weiter die Unterstützung des Hauses im Mittelpunkt stehen. „Der Spendenzweck des diesjährigen Abendmenüs ist die Anschaffung eines Backofens für das Backhaus“, wie Einrichtungsleiter Hans Werner Kuhlmann erklärte.
Bode Bode, Leiter des Amts für Arbeit und Soziale Sicherung im Kreishaus, referierte unter dem Motto „Auf dem Weg in die Teilhabegesellschaft – Gedanken zur Umsetzung der UN-Konvention“ über die Inklusion.
