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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Großenkneten

Vandalismus In Großenkneten: Randalierer zerstören Spezialglas an Bahnhöfen

11.07.2016

Großenkneten Jutta Maßmann erinnert sich noch genau an den Abend des 20. Juni. Als sie mit drei weiteren Frauen um 20.10 Uhr aus dem Zug ausstieg, um in Großenkneten eine Bekannte zu besuchen, war das Wartehäuschen am Bahnsteig noch unversehrt gewesen. Als sie anderthalb Stunden wieder auf dem Bahnsteig eintrafen, war eine Scheibe völlig zerstört. Nur noch die Splitter lagen am Boden. Randalierer hatten das Spezialglas offenbar mit Gewalt zerstört.

Ihr negatives Erlebnis schrieben die Frauen auf eine Ideenkarte nieder, die die FDP Großenkneten vor kurzem im verteilt hat. Dadurch ist ans Tageslicht gekommen, dass auf allen drei Bahnhöfen in der Gemeinde Großenkneten derzeit Scheiben fehlen, in allen Fällen offenbar die Folge von Vandalismus. Die Deutsche Bahn beziffert den Schaden auf mehr als 4000 Euro. Es handelt sich um Spezialscheiben, die besser gegen Zerstörung geschützt sein sollen. Bahnintern gilt die Häufung in der Gemeinde inzwischen als auffällig.

FDP fordert Videoüberwachung – Projekt der Bahn an großen Bahnhöfen

Eine Videoüberwachung des Bahnhof Großenknetens hält der FDP-Ratsherr Michael Feiner (zugleich Vorsitzender des Bürgervereins) für geboten. Neben dem aktuellen Fall von Vandalismus verwies er auf die hohe Zahl von Fahrraddiebstählen am Bahnhof.

Die Deutsche Bahn plant für die drei Stationen in der Gemeinde Großenkneten derzeit keine Videoüberwachung. Das teilte sie der NWZ  mit. Grundsätzlich will die DB die Sicherheit an den großen Bahnhöfen durchaus mit besserer Videobeobachtung erhöhen. Es werde eine neue Technologie installiert, die künftig eine bessere Bildqualität bei den Videoaufnahmen sichern soll. Die Erneuerung der Videotechnik solle bundesweit nach und nach an den besonders relevanten Hauptbahnhöfen erfolgen.

Die Gemeinde wäre bei einer Video­überwachung im Bereich der Nebenanlagen des Bahnhofs gefragt. Erster Gemeinderat Klaus Bigalke verwies auf die hohen rechtlichen Ansprüche im Bezug auf Persönlichkeitsrechte und Datenschutz, die bei einer Videoüberwachung zu erfüllen wären. Vor Jahren sei dieses Thema beim Ahlhorner Schulzentrum geprüft worden. „Das Ergebnis war, dass wir davon abgesehen haben“, so Bigalke.

Die Liberalen trafen sich jetzt mit Jutta Maßmann am Ort des Geschehens. Sie möchten, dass die Scheibe möglichst rasch ersetzt wird, denn: „Es zieht wie Hechtsuppe“, formulierte Rolf Jessen das Malheur. An den beiden anderen Bahnhöfen sieht es nicht besser aus. In seinem Heimatort Huntlosen sei auch eine Scheibe kaputt, berichtete Jessen. In Ahlhorn schaute Hermann Wilke nach und musste ebenfalls mitteilen, dass eine Scheibe fehlt.

Der Deutschen Bahn ist dieses „Zug-Problem“ an den Wartehäusern bekannt. Die DB Station und Service AG ist zuständig für die Infrastruktur am Gleis. „Leider wurden in diesen Stationen die Scheiben mutwillig zerstört“, teilte die Pressestelle auf NWZ -Nachfrage mit. Weiter schreibt der Konzern: „Die Scheiben sind bestellt und werden schnellstmöglich erneuert. Einen genauen Termin können wir jedoch nicht benennen.“

Bei der Kneter FDP schrillen bei der Formulierung „schnellstmöglich“ die Alarmglocken. Diese Aussage hatte die Bahn auch im Dezember 2014 getätigt, als im Warteunterstand in Huntlosen die Scheiben kaputt waren. Rolf Jessen und Werner Knoop hakten damals mehrfach nach, die Gemeinde schrieb an die Bahn, doch lange Zeit tat sich nichts. Erst im September 2015 wurden die neuen Scheiben schließlich eingesetzt. Solange soll es diesmal nicht dauern, waren sich die Liberalen beim Ortstermin einig.

Den Buskunden am Großenkneter Bahnhof geht es übrigens derzeit auch nicht besser als den Bahnfahrern: Es fehlt beim Wartehäuschen bei der Parkplatzanlage auch eine Scheibe. In diesem Fall ist die Gemeinde Großenkneten zuständig. „Wir kümmern uns darum“, sagte Erster Gemeinderat Klaus Bigalke auf NWZ -Nachfrage zu.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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