STEINLOGE - Das Denkmal für die Toten und Vermissten der beiden Weltkriege sei stete Mahnung für den Frieden. Das betonten Bürgermeister Volker Bernasko und Pastor Mario Testa.

Von Klaus Derke

STEINLOGE - „Die Opfer der Kriege dürfen nicht vergessen werden. Sie sind für uns Verpflichtung, stets für den Frieden einzutreten“, sagte am Donnerstagnachmittag Bürgermeister Volker Bernasko bei der Einweihung der neuen Gedenktafel am Denkmal in Steinloge. Dass ein Denkmal, das an die Toten und das Leid ihrer Angehörigen erinnere, zum Nachdenken über den Frieden anregt, betonte auch Pfarrer Mario Testa, der gemeinsam mit den zahlreichen Anwesenden das „Vater Unser“ betete.

Begleitet von Trompetenklängen von Andrea Merschel und Jannik Poppe fand die Enthüllung der neuen Gedenktafel statt, die Bildhauer Rainer Oehlmann aus Wardenburg in weit mehr als 100 Stunden aus Muschelkalk gestaltet hat. Sie ersetzt die alte, schwarze Tafel, die im Laufe der Jahre verblasst und gerissen war.

Über die Gestaltung der neuen Gedenktafel wurde innerhalb der Dorfgemeinschaft viel diskutiert. Letztendlich entschied man sich für die Muschelkalk-Platte. Sie trägt nicht nur die Namen der Toten und Vermissten, sondern ein Relief der Buchenallee stellt auch den lokalen Bezug her.

Die Idee, die alte Gedenktafel zu erneuern und das Denkmal von Grund auf zu sanieren, kam der Dorfgemeinschaft 2003 anlässlich der 150-Jahrfeier Steinloges. Der dabei erwirtschaftete Überschuss wurde in die Sanierung gesteckt, „positiv begleitet von der Gemeinde Großenkneten“, wie Bürgermeister Volker Bernasko betonte. Er lobte die große Eigeninitiative der Steinloger Dorfgemeinschaft.

Laut Ortsvorsteher Udo Wilhelmy wurde das Steinloger Denkmal am 17. Mai 1921 unter Beteiligung der Dorfgemeinschaft eingeweiht – zur Erinnerung an die Toten aus dem Ersten Weltkrieg. Im Juli 1950 folgte eine weitere Tafel für die Toten und Vermissten des Zweiten Weltkrieges. Das sind insgesamt 27 Namen. Fast jeder Haushalt in dem kleinen Dorf war betroffen.

Wilhelmy, der zur Enthüllung auch den Ortsvorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), Friedel Wintermann, begrüßte, freute sich über die große Beteiligung der Steinloger an der Einweihungsfeier. Auch bei der Sanierung des Denkmals hatten viele Bewohner tatkräftig mit angepackt.

Der 10. Mai als Tag der Einweihung wurde gewählt, da die Steinloger sich in jedem Jahr am 10. Mai zum Dorffest treffen. Das wurde auch dieses Mal im Anschluss bei Familie Dicke gefeiert.