Großenkneten - Ein festlich gedeckter Tisch mitten in Ratssaal, leckere Häppchen, stimmungsvolle Live-Musik, schöne Geschenke: Am Tag des Ehrenamts machte die Gemeinde Großenkneten schon auf den ersten Blick deutlich, dass es einen besonderen Anlass zu würdigen galt. Am Donnerstagabend zeichnete sie sechs Frauen und Männer aus, die sich seit Jahrzehnten überaus engagiert ehrenamtliche einsetzen und sich um die Gemeinschaft verdient machen. Aus insgesamt 21 Vorschlägen wählte eine Kommission die Geehrten aus. Es sind Liesel Grallert, Ilse Korpis, Maria Wübbeler, Hanno Naber, Hermann Ostmann und Wolfgang Siebert.
Bereits 94 Damen und Herren wurden seit Einführung dieser Aktion im Jahre 1999 geehrt, berichtete Bürgermeister Thorsten Schmidtke in seiner Ansprache. Anfangs gab es die Ehrung jährlich, inzwischen alle drei Jahre. Schmidtke: „Wenn ich mit Menschen spreche, die ein Ehrenamt bekleiden, höre ich oftmals die Worte ,Ich mache doch nichts Besonderes’ und doch ist es durchaus nicht mehr selbstverständlich, per-sönliche Freizeit und Kraft für seine Mitmenschen zu opfern.“ Sehr viele seien in der Gesellschaft gar nicht mehr oder nur noch in geringem Maße dazu bereit. Gerade deshalb sei es wichtig, dass die, die wirklich etwas tun, einmal öffentlich gelobt werden, so der Bürgermeister.
Besonders sei ihm aufgefallen bei den Vorschlägen, „dass es sich meistens um Menschen ab einem bestimmten Alter handelt, die für das Ehrenamt vorgeschlagen werden.“ Er erklärte sich das damit, dass die jüngere Generation zunehmend im Schul- und Berufsleben beansprucht werde.
Zur der Auswahlkommission gehörten die Fraktionsvorsitzenden, Ratsvorsitzender Heinz Heinsen, Hauptamtsleiterin Antje Oltmanns und der Bürgermeister. Das war „kein leichtes Los“ mit den Entscheidungen, bekannte Schmidtke, doch man sei sich sicher, die „Richtigen“ eingeladen zu haben.
Die Geehrten durften sich im Ratssaal neben der persönlichen Würdigung durch den Bürgermeister über Urkunde, Blumenstrauß und ein Bild mit Kneter Motiven freuen. Es stammt von der ehemaligen Pastorenfrau Margot Schröder.
Die stimmungsvolle Musik von der Akkordeonspielerin Heidi Furche und das kalte Büfett rundeten den gelungenen Abend ab.
