Westrittrum - „Das Ergebnis ist so schlecht wie noch nie“, musste der neue Vorsitzende des Sportfischer-Vereins Huntlosen, Lutz Thalheim, am Ende der ersten Aalnacht unter seiner Leitung in Westrittrum feststellen. „Nur ein Aal wurde gefangen“, berichtete der Vorsitzende. Im Vorjahr waren es auch nur fünf gewesen. Dennoch war es ein schöner Abend bei Bratwurst und Getränken mit einer familiären Vereinsstimmung. Mit der Aalnacht begeht der Sportfischerverein auch immer sein jährliches Sommerfest.
Arno Stöver aus Sethe fing während der „Aalnacht“ der Huntloser Sportfischer den einzigen Aal. 231 Gramm brachte der Fang auf der Waage. 33 Angler hatten sich an der „Aalnacht“ beteiligt. Nach der Begrüßung durch Thalheim schwärmten die Sportfischer zu ihren Lieblingsplätzen entlang des Angelreviers am Altarm aus. Geangelt wurde bis 0.30 Uhr und zwar am Altarm Westrittrum und an der Hunte.
Thalheim zeigte sich besorgt, dass wieder so wenig Aale gelandet wurden. „Früher wurden erheblich mehr gefangen. Die Entwicklung zeigt den Rückgang. Aber auch das starke Auftreten der Kormorane ist eine Erklärung“, betonte er. Seit ein paar Jahren hätten sich die Welse zudem stark vermehrt, so dass sie dazu beitragen, dass es der Aal schwer hat. Dazu kommt der schwierige Aufstieg der Aale. Verbauung und Turbinen würden es dem Fisch sehr schwer machen.
Thalheim: „Wir versuchen, durch verstärkte Besatzmaßnahmen den Aalbestand zu erhöhen, und hoffen, dass sich der Bestand wieder so erholen kann. Allein in diesem Jahr haben wir 10 000 kleine Aale mit einem Gewicht von je vier Gramm und einer Länge von zehn bis zwölf Zentimetern ausgesetzt.“
