• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Grünkohl

Grünkohl-Studie direkt in der Einflugschneise

16.10.2015

Bremen /Oldenburg Im Frühjahr 2014 wurden in zwei Mini-Hochbeeten neben dem Rollfeld des City Airport Bremer einige Pflanzen Grünkohl sowie Spinat gepflanzt. Obwohl die beiden Versuchsgärten direkt neben der Rollbahn liegen – und damit quasi vor den Augen der 2,77 Millionen Passagiere (2014), fand diese Studie nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Pflanzenmonitoring überprüft Luftqualität

Dabei hat weder das Gärtnerteam noch das robuste Gemüse das Schattendasein verdient. „Beide Gemüsearten eignen sich wegen ihrer Großblättrigkeit für das Pflanzenmonitoring, erklärt Dietmar Dencker, Leiter des Umweltmanagements am Bremer Flughafen. Zwar gibt diese Studie über die Luftqualität am Airport Auskunft, Auftraggeber aber ist der niederländische Flughafen Lelystadt bei Amsterdam. Weil dort in unmittelbarer Nähe Gemüse für Babynahrung angebaut wird, soll vor der geplanten Erweiterung die Schadstoffbelastung überprüft werden.

Studie für Niederlande hilft auch Bremen

Die Ernte am City Airport Bremen war daher - weder für die Fluggäste noch für das Bodenpersonal – folgerichtig nicht zum Verzehr gedacht. Es soll vielmehr den Gehalt von Schwermetallen nachweisen. Das hanseatische Flughafengelände hat eine vergleichbare Größe und befindet sich im „Grünkohl-Gürtel“. Der positive Nebeneffekt dieser einjährigen Studie: Das Ergebnis ist nicht nur für die Niederländer von Bedeutung; angesichts der zentralen Lage mit nur elf Minuten von der Bremer Innenstadt ist das Messergebnis zur Luftqualität für den Flughafen ein wichtiger Vergleichswert. Denn auch das Bremer Luftüberwachungssystem (BLUES) erfasst seit 1987 an mehreren ortsfesten Stationen Daten zur Überwachung, Beurteilung und Trendbeobachtung der Luftqualität.

Projektgruppe präsentiert Ergebnis in 2015

Nach der Grünkohl-Ernte in 2015 wurde das Wintergemüse in einem niederländischen Labor auf Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Chrom und Quecksilber untersucht. Das Ergebnis steht noch aus.

„Die Ergebnisse des Projekts liegen uns noch nicht vor, werden aber noch in diesem Jahr im Rahmen eines Besuchs einer niederländischen Gruppe präsentiert“, erklärt Andrea Hartmann, Pressesprecherin des City Airport Bremen.

Bremer befürworten eigenes Garten-Projekt

Derzeit liegen die Minigärten an der Bremer Rollbahn und am Gut Varrel zwar brach, weil das praktische Projekt beendet ist, es gibt aber Interesse aus den eigenen Reihen an einer Fortsetzung. „Die Aussichten für die Saison im nächsten Jahr sind gut“, zeigt sich Andrea Hartmann auf  -Nachfrage optimistisch.

Swantje Sagcob

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.