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NWZonline.de Grünkohl

Grünkohl goes Down Under

29.10.2019

Man nehme Grünkohl, Pinkel und ein paar typische Getränke – schon steht die zünftige Tour. Doch was so einfach klingt, muss nicht immer einfach sein. Zumindest nicht dann, wenn man diese norddeutsche Tradition kurzerhand nach Australien verfrachten möchte. Das jedenfalls war Cora Zillichs Plan. Seit zwei Jahrzehnten zieht es die Oldenburgerin immer wieder dorthin. Mittlerweile lebt sie fast ständig an der Südostküste Australiens und besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft. „Während eines Wettkampfs hatte ich mich damals erst in einen Australier verliebt, später dann in das ganze Land“, erzählt die 49-Jährige, die in der Sportwelt keine Unbekannte ist und im Rudern zahlreiche Meisterschaften gewonnen hat und Mitglied in der Nationalmannschaft war.

Selbst gebaut ist fast gewonnen

Den Entschluss, zumindest einmal eine richtige Grünkohltour mit waschechten Australiern zu zelebrieren, fasste Cora Zillich schon vor geraumer Zeit. „Bereits vor zwei Jahren habe ich vorsorglich einige Schweinchenorden mitgenommen.“ Ihr Jubiläum in Down Under, nämlich zehn tolle Jahre, wollte sie dann mit etwas klassisch Oldenburgischem feiern, einer Kohltour eben. „Beim Termin haben wir uns für Mitte Juli entschieden, da haben wir Winter und es ist meist recht kühl.“ Gemeinsam wurde an der Schlucklatte gewerkelt und unter viel Gelächter sogleich getestet. „Nur das mit den üblichen Getränken erwies sich als schwierig. Es gibt in Australien tatsächlich die richtige Marke, nicht aber den ,Sauren Apfel‘, der ja ein Muss auf jeder Kohlfahrt ist.“ Damit alle bei den Trinksprüchen mitmachen konnten, wurden diese extra ausgedruckt.

Österreichische Bäcker und deutsche Schlachter

Für den kulinarischen Teil der Tour musste Cora Zillich einige Wege in Kauf nehmen: Brezeln fand sie in einer österreichischen Bäckerei, deutsches Bier im Supermarkt und den Bollerwagen im Gartenmarkt. Nur auf eines musste sie verzichten: Pinkel. „Ich habe zwar alle deutschstämmigen Schlachter abgeklappert, es reichte aber nur für Kochwurst und Kassler.“ Absolut kein Problem war der Grünkohl an sich. „Viele australische Farmer, vor allem in Südaustralien, stammen von deutschen Bauern ab, daher wird das Wintergemüse auch hier angebaut. Außerdem gilt es als Superfood und ist dementsprechend leicht zu bekommen.“ Und die Zubereitung? Immerhin musste für 14 Erwachsene sowie zehn Kinder und Jugendliche nach original Oldenburger Rezept gekocht werden. „Das hat eine Köchin aus Neuseeland übernommen. Sie kannte das Gericht zwar vorher nicht, möchte es jetzt aber auch häufiger in ihrem Restaurant anbieten“, freut sich Cora Zillich darüber, dass die deftige Zubereitung à la Oldenburg so gut angekommen ist.

In den Grampians unterwegs

In der Nähe ihres Hauses im Grampians-Nationalpark hatte Cora Zillich schnell ein geeignetes Gebiet an einem idyllischen See gefunden. „Das Wetter war herrlich norddeutsch mit nicht zu kühlen Temperaturen und ein wenig Regen.“ Auch wie man sich am besten kleidet, durfte nicht unter den Tisch fallen. „Ich habe erst einmal allen Coras Zwiebelprinzip erklärt“, sagt sie schmunzelnd. Klassiker wie Teebeutelweitwerfen oder Gummistiefelweitwurf machten auch den Jüngsten Spaß. Dass diese Premiere nach einer Wiederholung schreit, ist klar. Die perfekte Einstimmung nach Cora Zillichs jüngstem Besuch in Deutschland: einige typische Mitbringsel aus der Kohltourhauptstadt.

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