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NWZonline.de GustOL

Wie lecker ist’s im Modehaus Leffers?

17.07.2018

Oldenburg „Im Leffers? Essen? Ernsthaft?“, entgegne ich Ida verwundert auf ihren Testvorschlag. „Und danach kaufe ich mir bei Peter Pane ein paar Boxershorts und ´nen Schlips, oder was?“, necke ich sie weiter. „Gustoool, nein die haben da oben tatsächlich ein gutes Restaurant drin“, antwortet meine alte Schulkameradin mit gespielter Genervtheit. Tatsächlich habe ich mich vor längerer Zeit schon schlau gemacht und bin sehr gespannt auf unser heutiges Probieren, denn das Restaurant im bekannten Oldenburger Modehaus Leffers gehört zu „Schmitz Brasserie & Vinothek“, dem einzigen Lokal in Oldenburg, das im Guide Michelin 2018 erwähnt wird – mit einem „Teller“.

Nach dem Weg durch ein paar Ständer mit schickem Fummel und über eine Rolltreppe erreichen wir das „Schmitz Restaurant im Leffers“. Und schick geht es hier locker weiter, zumindest was die Einrichtung angeht. Alles sehr luftig, eine Nummer feiner und mit Bauhaus-Noten. Wir schnappen uns zwei Plätze am Fenster, wo man direkt über der Fußgängerzone thront. „Tolle Aussicht“, staunt Ida. Auch das Personal ist hier auf Zack, schnell haben wir die Karten und unsere Getränke bestellt.

Jeden Monat gibt es eine neue Mittagskarte im Leffers mit verschiedenen Gerichten. Für knapp unter 20 Euro kann man sich auch ein komplettes „Busines-Lunch“ zusammenstellen lassen – mit Vorspeise, Hauptgang, Softdring und Espresso.

Von den fünf Gerichten (5,50 bis 13,50 Euro) entscheide ich mich ohne große Umschweife für den Erbsen-Falafel-Burger mit Rucola, Tomaten-Zwiebel-Chutney und Süßkartoffel-Pommes (11,90 Euro). „Du nimmst das Veggie-Gericht, wie kommt‘s?“, fragt Ida mit besorgt großen Augen. „Es ist das Wort Falafel. Vor einem Jahr habe ich den leckersten Burger meines Lebens gegessen. In Jerusalem. Mitten auf einem extrem trubeligen Markt. Mit Falafel. Obwohl es eher eine Teigtasche war, aber dieser Geschmack,…aah…“, schwärme ich. „Gustol? Brauchst du ein Lätzchen, du sabberst ja gleich“, platzt es auch Ida lachend heraus.

Ein interessantes Falafel-Rezept gibt es auch bei Muddiskochen.

Als mein Burger dann kommt, muss ich erst einmal schlucken. Weniger vor Sabber, als vor Überraschung. Hatte ich ihn mir doch ganz anders vorgestellt. Denn statt ein etwas Falafel-mäßig brauner, schaut mir ein froschgrüner Burger-Pattie entgegen. Auf Nachfrage erfahre ich von der Kellnerin, dass die Einlage aus Erbsen statt wie bei Falafel üblich aus Kichererbsen gemacht wurde. Die Würzung wäre aber ganz normal. Orientalisch halt. Und tatsächlich, in dieses Gericht muss man sich erst mal „reinessen“. Anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig wird er mit jedem Happen besser. Das Brötchen könnte eine Nuance frischer aussehen, schmeckt aber trotzdem gut. Der Knaller sind aber die Süßkartoffel-Pommes.

Auch Ida schnappt sich sofort eine und kann fast gar nicht mehr aufhören zu naschen. „Weißt du, wie schwierig die herzustellen sind?“, fragt sie. „Da braucht man wirklich Geschick. Nach dem Schneiden kalt abspülen, abtupfen, dann in etwas Stärke wenden, damit sie schön knusprig werden. Die meisten sind nämlich echt labbrig“, erklärt meine Co-Testerin weiter. Recht hat sie. Ich habe Süßkartoffel-Pommes erst ein paar Mal gegessen, aber diese sind mit Abstand die besten.

Fetter Fisch: Idas Schollenfilet Finderwerder Art kommt etwas zu ölig daher – ist aber richtig lecker.

„Aber sag mal Ida, was ist das denn jetzt mit deinem Werder-Bremen-Fisch?“, frage ich. „Werder-Bremen-Fisch? Pfffft… Das ist ´Schollenfilet Finkenwerder Art´, du Hannes. Mit Petersilienkartoffel und Speck-Zwiebelstippe. Aber wo du schon fragst: „Die Scholle haut richtig rein, Gustol. Der Fisch schmeckt kutterfrisch, aber die Filets wurden in einer mächtigen Portion Fett gebraten. Ich habe ja keine Fettphobie, aber danach brauche ich eigentlich ´nen Verdauungsschnaps. ´Nen Doppelten!“

Stimmt, etwas fettig ist es schon, merke ich beim Probieren. Macht aber sonst einen sehr hochwertigen Eindruck – ich find’s lecker. Aber Ida ist noch nicht fertig: „Die Petersilienkartoffeln sind aber schön aromatisch und „entschärfen“ die Finkenwerder Scholle ein wenig. Aber, Gustol, zum Shoppen habe ich nur noch Lust, wenn du meine Tüten trägst!“ Tja, was soll ich sagen: Auffi!

Die Bewertung

Essen: 4,5 von 5

Service/Freundlichkeit: 4,5 von 5

Ambiente: 4,5 von 5

Preis/Leistung: 4,5 von 5

Fazit: Wer sich bei Leffers neue Kleidung kauft, sollte auch ruhig mal die Kulinarik-Abteilung ausprobieren. Leckeres Essen in schöner Atmosphäre.

Schmitz Restaurant im Leffers, Lange Str. 80, 26122 Oldenburg, Telefon 0441/9226190, geöffnet: Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr

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