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NWZonline.de GustOL

Gustol Testet „snackwunder“: Einzigartig in Oldenburg – aber auch lecker?

26.06.2020

Oldenburg Orangen, Bananen, Erdbeeren: Konzentriert drückt die junge Frau Stücke oder ganze Teile Obst in den Schlund des röhrenden Entsafters – und Ingrid schaut gebannt zu. „Mensch, GustOL, die Smoothies werden hier ja frisch zubereitet, frohlockt meine Kollegin. Ich nicke grinsend – denn das Schauspiel ist mir schon beim ersten Besuch im „Snackwunder“ im Herbartgang aufgefallen. Ein junges Paar hat sich hier niedergelassen und einen kleinen Laden aufgemacht, den man eher in hippen Vierteln von Großstädten vermutet, aber nicht unbedingt in Oldenburg.

Die fruchtigen Smoothies schmecker verboten frisch.

Das macht vor allem die Spezialität des Hauses deutlich: Die Süßkartoffelwaffeln, die in einer herzhaften und in einer süßen Variante serviert werden. „Hab´ ich ja noch nie gehört – geschweige denn gegessen, sage ich zum Mann hinter dem Tresen, der sich als Inhaber herausstellt und zusammen mit der jungen Frau das „Snackwunder“ betreibt. Die beiden haben die Idee auf einer ihrer Reisen aufgeschnappt und dann mit einer eigenen Rezeptur verfeinert. „Das gibt es so in Deutschland kaum“, sagt die Inhaberin, während sie den Entsafter mit einem Apfel füttert.

Ingrid und ich entscheiden uns für die Variante mit dem Salat des Tages (5,90 Euro) – heute Couscous. Während meine Kollegin den griechischen Belag wählt, mit Auberginencreme, Rucola, getrockneten Tomaten, Feta, Oliven, Zwiebeln, Balsamico und Oregano – steht mir der Sinn nach Bella Italia. Hier zieren Frischkäse, Rucola, Tomaten, Mozzarella, Pesto, geröstete Sonnenblumenkerne, Balsamico und Basilikum die Waffel.

Eine Spezialität, die ihresgleichen in Oldenburg sucht. Die Süßkartoffelwaffeln sind ein echter Tipp. Hier die griechische Variante mit einem Couscous-Salat von Ingrid.

Von einem der wenigen Barhocker in dem sehr kleinen aber schick in grauem Stein verzierten Lokal mit geschmackvoller, moderner Einrichtung beobachten wir, wie das Paar mit flinken Händen die offenbar frischen Zutaten auf das dampfende Gebäck legt. Dabei nuckeln wird durch Metalltrinkhalme an unseren Smoothies. Wie eine frisch-fruchtige Verheißung auf die Waffeln gleiten sie durch unsere Kehlen und verwöhnen mit ihrem intensiven Aroma. „Himmel!“, raune ich Ingrid an, „so einen guten habe ich ja noch nie getrunken“. „Da sachste watt“, stimmt sie mir brummend zu. „Mmmmh“.

Über die Waffeln will ich jetzt keine großen Worte verlieren und sage einfach nur: „Essbefehl!“ So was hatte ich noch nie auf dem Teller. Und so ziemlich jeder in Oldenburg wohl auch nicht. Alles schmeckt mega-frisch – und dabei hasse ich normalerweise Wörter mit „mega“ davor. Und wo wir schon mal dabei sind: mega-aromatisch! Jede einzelne Zutat spielt in diesem Orchester ihren Part mit Leidenschaft und lässt die Geschmacksknospen tanzen.

Und hier die italienische Variante von GustOL.

Auch Ingrid ist aus dem Häuschen. Eigentlich steht sie überhaupt nicht auf Süßkartoffeln – sie ist ja eher der herzhafte Typ. Aber diese Waffeln sind auch für sie ein Traum hungriger Nächte! So pfiffig, so kreativ, so liebevoll serviert. Sie freut sich schon auf ihre Snackwunder-Besuche im kommenden Sommer. Sobald die Temperaturen auf über 25 Grad klettern, steigt bei ihr der Durst nach fruchtigen Smoothies. „Hier müssen wir öfter mal hin“, sagt meine Kollegin mit einem Ton, der keine Widerworte duldet.

Der Laden ist hip, aber im Herbartgang ziemlich versteckt. „Hoffentlich können die sich halten“, sage ich. Wäre ja nicht das erste Mal, dass ein Mega-Bistro wieder dicht macht. Aber Ingrid hört schon gar nicht mehr zu. Der sommerliche Erdbeer-Smoothie hat sie in Gedanken geradewegs auf eine imaginäre Sonnen-Terrasse mit Pool befördert.

Die Bewertung

Essen: 5 von 5

Service/Freundlichkeit: 5 von 5

Ambiente: 4,5 von 5

Preis/Leistung: 5 von 5

Fazit: Hier tanzen die Geschmacksknospen den Aroma-Samba. Die Süßkartoffelwaffeln sollte man unbedingt einmal probiert haben.

Hinweis: Dieser Test fand direkt vor Corona statt. Wir haben uns vergewissert, dass es das Snackwunder noch gibt. Und hoffentlich noch lange.

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