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NWZonline.de GustOL

Thailändisches Träumchen

01.08.2014

Oldenburg UPDATE: Das Bangkok gibt es leider nicht mehr in der Nadorster Straße

Der gemusterte Stoff auf dem Stuhl ist verschlissen. Die bunte Tischdecke weist das ein oder andere Loch auf. Dieses Restaurant hat Kultcharakter, könnte auch gut im Hamburger Schanzenviertel zu Hause sein. Das finden Anna und ich sofort als wir das Bangkok in der Nadorster Straße 121 betreten. Selbst der Straßenlärm scheint diese besondere Atmosphäre nicht stören zu wollen und dämpft sich trotz offener Fenster zu einem angenehmen Hintergrundgeräusch ab.

Der Chef tritt mit einem strahlenden Lächeln auf uns zu – freie Tischwahl. Noch ist es ruhig in dem mit Fächern und asiatischen Bildern dekorierten Raum. Ein kleiner Plausch, dann kriegen wir die Karte. Die Auswahl ist enorm. Ein Glück müssen wir uns „nur“ auf die Mittagskarte mit zwölf Gerichten beschränken. Denn der Hunger ist wie immer groß.

Ich entscheide mich für das gebratene Schweinefleisch mit grünen Bohnen, Knoblauch, Thai-Basilikum und Chili. Und Anna nimmt das Rindfleisch mit Pfeffer und ordentlich Knoblauch – küssen wolle sie heute schließlich keinen mehr. Hätten wir das auch geklärt.

Die Vorspeisen: selbstgemachte Frühlingsrollen und die Tagessuppe.

Zur Vorspeise gibt es entweder Frühlingsrollen (knackig, frisch, selbstgemacht) mit einem süßen Dipp aus Karotten und Pflaumen oder eine Tagessuppe. Heute mit ganz feinen Hähnchenfleischfasern und gehacktem Gemüse. Herzhaft, aber mit einer leichten Koriander-Note – nicht jedermanns Geschmack.

Dann wird groß aufgetischt: Beide Gerichte sind in Schalen auf einer Warmhalteplatte drapiert. Der Reis kommt in einem Extra-Porzellantopf mit Deckel und bleibt so schön heiß.

Es ist angerichtet: das Schweinefleisch (links) und das Rindfleisch (rechts).

Auf der Karte wurde meine Speise (7,50 Euro) gleich mit mehreren Chili-Schoten gekennzeichnet – das entspricht ganz meinem Geschmack. Nach den ersten Bissen denke ich: „Nicht zu viel versprochen“. Die wuchtige, aber trotzdem angenehme Schärfe kommt von den fein geschnittenen Chilis, die sich in der Soße tummeln und sich auf Fleisch und Gemüse abgesetzt haben. Und diese Komponenten sind so, wie sie sein sollten: Das Schwein saftig-zart und die Bohnen haben Biss. Obwohl die Schärfe dominiert, ist das Essen geschmacklich rund.

Anna ist begeistert von ihrer Hauptspeise. Das Rindfleisch ist ebenfalls zart, die Sojasprossen knackig, der Knoblauch geröstet und „einfach himmlisch“. Der Clou: Das Gericht wird nicht von einer künstlichen Soße beherrscht, sondern gart im eigenen Saft, der dem leicht klebrigen Reis den letzten Schliff gibt. Ein Gedicht, das mit 7,20 Euro mehr als fair kalkuliert wurde. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Portionen üppig sind und wir auch noch Vorspeisen hatten.

Die Bewertung

Essen: 4,5 von 5 Punkten

Service/Freundlichkeit: 5 von 5 Punkten

Ambiente: 4,5 von 5 Punkten

Preis/Leistung: 4,5 von 5 Punkten

Fazit: Hier könnten wir theoretisch jeden Tag Mittag essen!

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