CUXHAVEN/HAMBURG - Hamburg will mittelfristig enger mit Cuxhaven zusammenarbeiten. Das sieht ein Eckpunktepapier beider Partner vor. Denkbar sei es zum Beispiel, Kooperationsfelder zwischen den Häfen beider Städte zu entwickeln. Auch wenn noch keine konkreten Projekte vereinbart worden seien, signalisiere das Papier eine gewisse Handlungsbereitschaft, sagte der Vorsitzende des Cuxhavener Wirtschaftsrates, Johannes Höppner.
Möglicherweise habe der Widerstand Cuxhavens gegen die Elbvertiefung den Kooperationswillen der Hamburger beflügelt. In der Hafenpolitik betonen beide Kommunen zwar die Grenzen, die einer Kooperation ihrer Häfen gesetzt sind. Als Anteilseigner am Cuxhavener Hafenunternehmen Cuxport besitze die Hamburger Hafen und Logistik AG HHLA Gestaltungsmöglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit. Bislang hatten sich die Hamburger gegen eine Ausweitung des Containerumschlages in Cuxhaven ausgesprochen – zudem war Cuxhaven im Wettbewerb um den deutschen Tiefwasserhafen Wilhelmshaven unterlegen.
Denkbar ist es dem Eckpunktepapier zufolge, dass Hamburg Cuxhaven als Standort für maritim orientierte Unternehmen empfiehlt, die in der Hansestadt selbst keinen Platz finden.
Die Cuxhavener Häfen waren erst in den 90er Jahren aus der Hoheit Hamburgs entlassen worden.
