Elsfleth - Auf der Internetseite „Marine Traffic“ war der Kurs der „Großherzogin Elisabeth“ mitzuverfolgen. Mit einer Geschwindigkeit von 8,5 Knoten und „underway using Engine“ fuhr der Dreimaster am Dienstag gegen 17.30 Uhr an der Strohauser Plate vorbei. Um 18.25 Uhr bog die „Lissi“ von der Weser dann auf die Hunte ein, dem letzten Stück der 14-tägigen Etappe. Um 19 Uhr machte das Segelschulschiff an der Elsflether Kaje fest.

Die „Großherzogin Elisabeth“ liegt nun wieder an ihrem angestammten Platz. Am 8. April hatte die Reise begonnen. Rund 100 Seefahrtschüler, Freunde und Verwandte bereiteten dem Schiff und der Crew jetzt einen herzlichen Empfang mit Getränken und Bratwürstchen. Eine geraume Weile vor dem Einlaufen in Elsfleth waren bereits Biergartengarnituren und ein Grill aufgebaut worden. Bei kühlem Wind und geschätzten neun Grad harrte das Empfangskomitee an der Kaje aus.

Für die Nautik-Studierenden ist die Ausbildungsreise mit der „Lissi“ Bestandteil des Studiums. Dienmal waren Studierende der Seefahrtschule aus dem ersten und dem siebten Semester mit an Bord. Sie trainierten dabei alle möglichen Manöver und Übungen wie Anlegen und Ablegen, Segel setzen und bergen sowie Anker werfen. Zur Ausbildung auf dem Segler gehören in der Regel auch Brandschutzübungen, Einweisungen in meteorologische Grundfertigkeiten, Navigationsverfahren, Reiseplanungen. Außerdem werden Kontroll- und Wartungsarbeiten am Schiff vorgenommen.

Diesmal kreuzte die „Großherzogin Elisabeth“ entlang der deutschen Nordesseküste und steuerte auch Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland an. Das Seegebiet und die schwierigen navigatorischen Bedingungen sowie die hohe Verkehrsdichte stellten dabei hohe Anforderungen an die Besatzung. Voll in den Bordbetrieb integriert, standen die seemännische Grundausbildung und erste Unterweisungen in Teilgebieten der Navigation und Schiffsführung auf dem Programm der jungen Crewmitglieder. Ein Teil der 60-köpfigen Crew wurde bei einem Zwischenstopp in Wilhelmshaven ausgetaucht.

Am Montag, 4. Mai, sticht die „Lissi“ wieder in See. An Bord werden dann Studenten der Hochschule Osnabrück sein. Bis zum 10. Mai wird ihnen seemännisches Rüstzeug vermittelt.