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NWZonline.de Sport Handball

Handball: Ära Krowicki begann mit Enttäuschung

19.05.2017

Oldenburg Alles begann mit einem ärgerlichen Punktverlust. „Gäste wildern im Wohnzimmer“, lautete am 5. September 2005 im NWZ-Sportteil die Titelzeile zum Saisonstart der Handballerinnen des VfL Oldenburg. Die Gastgeberinnen hatten beim 28:28-Unentschieden im Bundesliga-Nordderby gegen den Buxtehuder SV den eigentlich hoch verdienten Erfolg noch aus der Hand gegeben. 84 Sekunden fehlten letztendlich zum Sieg.

Krowicki baut Team auf

„Ja, stimmt. Das war mein erstes offizielles Spiel für den VfL“, erinnert sich Trainer Leszek Krowicki an seinen Diensantritt vor bald zwölf Jahren. Sein Debüt war zugleich der erste Auftritt der VfL-Frauen in der neu erbauten (kleinen) EWE-Arena. 1900 Zuschauer verfolgten die Premierenvorstellung von Trainer und Mannschaft. Krowicki hielt sich damals nicht groß auf mit dem Punktverlust, nach vorn schauend kommentierte er das Gesehene mit den Worten: „Wir alle, meine Mannschaft und ich, wollten beweisen, dass sich in Oldenburg etwas aufbauen lässt.“

Gesagt, getan. Heute, mehr als 350 Pflichtspiele später, zählt der VfL Oldenburg zu den besten Adressen im deutschen Frauenhandball. Großen Anteil daran hat ohne Frage Krowicki. Der 59-jährige Pole führte den Club mehrfach in den Europapokal und gewann vier Titel mit dem VfL.

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Am Samstagabend gegen 19.20 Uhr endet nun diese Ära. Bei der Partie am letzten Bundesliga-Spieltag beim alten Dauerrivalen Bayer Leverkusen (Anpfiff 18 Uhr) wird der scheidende Trainer letztmalig auf der Bank sitzen. „Das ist schon ein komisches Gefühl. Richtig beschreiben kann ich es gar nicht. Aber ich hoffe, dass ich in Leverkusen mit der Situation umgehen kann“, sagt Krowicki, den schon am Donnerstag im heimischen Arbeitszimmer ein wenig Wehmut befiel, „als ich ein letztes Mal ein Video für meine Mädels zusammengestellt habe.“

Auch für Julia Renner, Kim Birke und Sascha Vorontsov schließt sich in Leverkusen der Kreis. Die Torfrau und die Spielführerin sind die einzigen beiden Spielerinnen, die bereits bei Krowickis Dienstantritt 2005 dem VfL-Kader angehörten, und auch der russische Torwart-Trainer zählte vor zwölf Jahren schon zum Team. Sie alle – wie auch die längst feststehenden Abgänge Kelly Dulfer, Inger Smits, Kira Schnack, Veronika Malá, Caroline Müller und Stefanie Kaiser – wollen die Saison unbedingt mit einem Erfolgserlebnis beenden.

Gefährliche Rechenspiele

Der VfL (30:20 Punkte) rangiert aktuell auf dem fünften Tabellenplatz – und das soll so bleiben. „Wir haben zwei Punkte Vorsprung auf Leipzig und ein um neun Treffer besseres Torverhältnis“, überlegt Krowicki. Leipzig (28:22) empfängt zeitgleich den Neunten Frisch Auf Göppingen. Und noch etwas spricht für Oldenburg: Erstmals in dieser Saison – und ausgerechnet am letzten Spieltag – stehen Krowicki am Samstag alle 14 Spielerinnen zur Verfügung. Die zuletzt angeschlagene Niederländerin Isabelle Jongenelen könnte zumindest zu einem Kurzeinsatz kommen.

Auf ein Rechenspielchen im Fernduell mit Leipzig sollten sich die VfL-Frauen indes nicht einlassen. Das ging schon einmal schief. Genau: Am 6. Mai 2006, am letzten Spieltag von Krowickis erster Saison. Sein Team hatte die Hauptrunde auf Platz sieben abgeschlossen. Es folgten eine Meisterrunde und eine Spielrunde um Rang fünf. Der VfL musste beim Buxtehuder SV zum Erreichen des fünften Platzes mit sechs Toren gewinnen – und verlor 22:31. Krowicki war stocksauer.

Nun am 20. Mai 2017 in Leverkusen soll alles wenigstens mit einem erfreulichen Punktgewinn enden.

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Otto-Ulrich Bals Autor
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