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NWZonline.de Sport Handball

Handball-Ikone Alexandr Vorontsov: VfL-Torwarttrainer verlässt nach 15 Jahren Oldenburg

09.06.2017

Oldenburg Seit Jahren gehören die Torhüterinnen des VfL Oldenburg nun schon zu den Besten in der Handball-Bundesliga. Dafür verantwortlich zeichnete in den vergangenen fünfzehn Jahren ein Mann, der sein Handwerk versteht wie kein zweiter: Alexandr „Sascha“ Vorontsov.

Tatiana Surkova (Russland) und Tess Wester (Niederlande) wurden unter Vorontsov zu Nationalspielerinnen ihres Landes. Zuletzt schaffte Madita Kohorst den Sprung in die deutsche Auswahl. „In seinem Training wird man ständig gefordert, trotzdem macht es viel Spaß. Ich bin sehr traurig, dass meine Ausbildung bei ihm nun erstmal beendet ist“, sagt die 21-jährige VfL-Torfrau. Vorontsov wechselt mit Saisonbeginn zum Liga-Konkurrenten TuS Metzingen.

Zuerst Eishockey-Torwart

Vorontsov ist aus der Handballszene nicht wegzudenken. Das war nicht immer so. Der 54-Jährige wurde in der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk geboren, einer Eishockey-Hochburg am Ural. Da wundert es kaum, dass Vorontsov als Zehnjähriger dem Hartgummi-Puck nachjagte. Natürlich als Torwart. Vier Jahre später versuchte er sich zunächst als Judokämpfer. Erst mit 17 Jahren kam er im Rahmen seines Studiums an der TU in Jekaterinburg in Kontakt mit Handball.

Beim ersten Training agierte er als Feldspieler, da aber dem Torhüter wenig gelang, wechselte er nach einer halben Stunde zwischen die Pfosten und konnte gleich den Auswahltrainer der Universität überzeugen. „Schon beim ersten Training wusste ich, dass das mein Sport ist“, sagt Vorontsov rückblickend.

Innerhalb von zwei Jahren arbeitete er sich vom dritten zum ersten Torwart hoch. Mit 19 Jahren ging er zurück in seine Heimatstadt zum Erstligisten Poliot Tscheljabinsk. Nachdem er mit dem Juniorenteam die sowjetische Meisterschaft gewonnen hatte, debütierte er als 20-Jähriger in der Ersten Liga. Elf Jahre blieb er dem Verein treu, die letzten fünf Jahre als Nummer eins.

1992 als fast 30-Jähriger wagte er noch einmal einen sportlichen Neuanfang und ging für vier Jahre in die Slowakei. Mit Lokomotiva Tranava wurde „Sascha“ Pokalsieger (1993) und slowakischer Meister (1994). Eigentlich wollte er nach vier Jahren im Ausland nach Russland zurückkehren, hängte dann aber noch ein Jahr bei Dukla Prag dran. Ohne den späteren VfL-Cheftrainer Peter Kalafut wäre jetzt wohl endgültig Schluss gewesen. Der Slowake, der selbst einmal für Tranava aktiv war, holte Vorontsov nach Varel zum damaligen Regionalligisten VTB Altjührden. Mit Vorontsov stieg Altjührden 1999 in die Zweite Liga auf. 2003 beendete der Zwei-Meter-Mann seine Spielerkarriere in Friesland.

Weltmeister sagt danke

Bereits während seiner aktiven Karriere war er als Torwarttrainer tätig. So nahm er in Varel ein 15-jähriges Torwarttalent unter seine Fittiche: Johannes „Jogi“ Bitter. Der junge Keeper avancierte zu einem der weltbesten Torhüter. Heute sind sie Freunde. „Sascha hat mich mit 15 Jahren unter seine Fittiche genommen und mir in den nächsten vier, fünf Jahren alles beigebracht, was ein Torwart können muss. Technik, Taktik und zu denken wie ein Torwart“, erzählt Bitter (34), der 144-mal das deutsche Nationaltrikot trug und 2007 Weltmeister wurde.

2002 kam Vorontsov zum VfL Oldenburg. Als Leszek Krowicki 2005 das Team übernahm, wurde er ein Jahr später zu dessen Co-Trainer befördert. „Sascha ist der beste Torwarttrainer, der mir je begegnet ist, ein super loyaler Kollege und großartiger Fachmann. Wir haben zwölf fantastische gemeinsame Jahre erlebt. Seinen Humor und seine ganze Art werde ich sehr vermissen“, sagt Krowicki, der ebenfalls mit dem Saisonende seine Arbeit beim Oldenburger Bundesligisten beendete.

Vorontsov hat erst einmal für drei Jahre in Metzingen unterschrieben – eine Rückkehr nach Oldenburg will der sympathische Russe aber nicht gänzlich ausschließen.

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