Berlin/Oldenburg - Die Generalprobe hatten sich Deutschlands Handballerinnen ganz anders vorgestellt. Eine Woche vor dem wichtigen WM-Qualifikations-Hinspiel gegen die Ukraine unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen in Berlin Polen mit 25:28 (15:14). Vor 1065 Zuschauern warfen Marlene Zapf (6) und Susann Müller (5) die meisten Tore für das Team des Deutschen Handball-Bundes (DHB).

Am kommenden Sonntag bestreitet die DHB-Auswahl in Oldenburg (15 Uhr, große EWE-Arena) das Heimspiel gegen die Ukraine. Das Rückspiel findet am 9. Juni in Kiew (19 Uhr) statt. Nur der Sieger dieser Playoff-Partien reist zur Weltmeisterschaft vom 6. bis 22. Dezember nach Serbien.

Die deutsche Mannschaft zeigte phasenweise hohes Tempo, sehenswerte Angriffe, litt aber 60 Minuten lang an einer schwachen Abwehr. „Damit können wir nicht zufrieden sein”, sagte Jensen: „Wir haben aus dem Rückraum zu viele Gegentore bekommen und hätten für unsere Torfrau Jana Krause bessere Bedingungen schaffen müssen.” Wegen der nur bedingt stabilen Abwehr fehlten dem DHB-Team auch eigene Kontertore. Somit konnten sich die Polinnen immer wieder Vorteile erspielen. Mit Blick auf die Partie in Oldenburg meinte Jensen: „ Jetzt haben wir einen Maßstab bekommen. Nächsten Sonntag werden wir das besser machen.”

Im letzten Test vor Oldenburg begann Bundestrainer Jensen mit Torfrau Krause sowie Natalie Augsburg (LA), Nadja Nadgornaja (RL), Kim Naidzinavicius (RM), Susann Müller (RR), Marlene Zapf (RA) und Anja Althaus (Kreis). Müllers Abwehrpart übernahm Christine Beier.

Schon vor der Ausscheidung für die WM in Serbien wurde für das Jensen-Team die nächste Qualifikation ausgelost. Die DHB-Auswahl erwischte dabei für die EM 2014 in Ungarn und Kroatien eine Dreier-Gruppe. Der EM-Siebte spielt in der Staffel 7 gegen Ex-Weltmeister Russland und Mazedonien.