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NWZonline.de Sport Handball

Bundestrainer probt auf Island den Ernstfall

05.01.2011

AHRENSBURG Die abschließende Etappe zur Handball-WM in Schweden (13. bis 30. Januar) nimmt Bundestrainer Heiner Brand mit nur noch 17 von 19 Spielern in Angriff. Nach drei Trainingseinheiten in Ahrensburg bei Hamburg wird der Gummersbacher seinen vorläufigen Kader um weitere zwei Spieler reduzieren.

Bei den Partien gegen den Olympia-Zweiten Island am Freitag (22.45 Uhr) und Sonnabend (21 Uhr) will Brand in Reykjavik den Ernstfall testen. „Ich gehe davon aus, dass wir mit 17 Spielern nach Island reisen, darunter alle drei Torhüter“, sagte Brand am Dienstag im Trainingsquartier.

Aus seinem Aufgebot streichen wird er mit großer Wahrscheinlichkeit einen Spieler aus dem Linksaußen-Trio Torsten Jansen, Dominik Klein und Uwe Gensheimer. Sollte Rückraumspieler Holger Glandorf ohne Beschwerden durch die Belastungen aus dem Mannschaftstraining kommen, ist Steffen Weinhold zweiter Streichkandidat.

Angeschlagen ist der Gummersbacher Adrian Pfahl, der sich am Vortag beim 28:23-Sieg in Hamburg gegen WM-Gastgeber Schweden eine leichte Fingerverletzung zugezogen hatte. „Ich gehe davon aus, dass es nichts Schwerwiegendes ist“, berichtete der Bundestrainer.

Mit an Bord des Fliegers wird auf jeden Fall Glandorf sein. Vier Wochen nach seiner Knieoperation soll der Rückraumspieler sein Comeback geben.

Die Qual der Wahl war für Brand lange nicht so groß wie in diesem Jahr. „19 Leute, das sind ganz schöne viele“, befand der Bundestrainer, der in den Jahren zuvor immer wieder verletzungsbedingt mit personellen Rückschlägen zurechtkommen musste. Wegen der komfortablen Personallage bereitet ihm das Aussortieren Bauchschmerzen, zumal er bis zum WM-Auftaktspiel am 14. Januar in Lund gegen Ägypten seinen Kader auf 16 Spieler verkleinern muss.

Hinzu kommt ein gewaltiger Zeitdruck. Nur elf Tage hat Brand noch zur Verfügung, um eine schlagkräftige Formation zu bilden. Da wird selbst das Auswahl-Training zum Parforceritt.

So steht auch bei den Duellen mit Island nicht das Resultat im Vordergrund: „Ich werde sicher noch ein bisschen Probieren, um Alternativen zu haben. Wir müssen das als Test sehen.“

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