BUXTEHUDE - Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihre zweite Saisonniederlage kassiert. In einem spannenden und sehenswerten Nordderby unterlagen sie am Mittwochabend beim Buxtehuder SV mit 30:33 (15:16). Damit verdrängte der deutsche Vizemeister den VfL von Platz zwei der Bundesligatabelle.
Als Lois Abbingh die Gäste eine Viertelstunde vor Schluss mit 23:21 in Führung brachte, durften sich die Oldenburgerinnen allerdings noch berechtigte Hoffnungen auf einen Auswärtssieg machen. Doch innerhalb von sieben Minuten wendeten die Gastgeberinnen das Blatt.
Per Siebenmeter brachte die Niederländerin Diane Lamein den BSV mit 28:24 (52.) uneinholbar in Front. Der VfL baute ab und schaffte es nicht mehr, das Spiel noch zu drehen. Bis dahin lieferten sich beide Mannschaften in der vollbesetzten Halle am Schulzentrum vor rund 1400 Zuschauern – davon 150 aus Oldenburg – ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bis zur Schlussphase gelang es bei wechselnden Führungen keinem der beiden Kontrahenten, sich abzusetzen. Vor allem der Rückraum des VfL mit Lois Abbingh und der besten Oldenburger Torschützin Angie Geschke (8 Treffer) wusste zu überzeugen. Doch es reichte nicht, da von den Mitspielerinnen zu wenig Gefahr ausging.
Bei Buxtehude überragte Stefanie Melbeck, die neunmal ins Schwarze traf. Gegen die Nationalspielerin fand der VfL über 60 Minuten kein Mittel. Spielentscheidend war zudem der Torwartwechsel, den BSV-Trainer Dirk Leun schon in der 22. Minute vornahm. Für die glücklose Jana Krause brachte er Antje Lenz, die mit mehreren Glanzparaden herausragte.
VfL-Trainer Leszek Krowicki sprach im Anschluss von einem gerechten Ergebnis: „In der Endphase waren wir nicht gut. Buxtehude hat sich auf routinierte Kräfte verlassen, und wir haben Stefanie Melbeck nicht in den Griff bekommen“, resümierte der Pole. Voll des Lobes für seine Mannschaft war hingegen BSV-Trainer Dirk Leun: „Dieser Sieg tut gut. Kompliment an meine Mannschaft, die Mut bewiesen und den Glauben an sich nicht verloren hat.“
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