AltjÜhrden/Aurich - Neue Saison, neue Gegner: Wenn die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden (vormals HSG Varel-Friesland) und des OHV Aurich an diesem Wochenende in die Spielzeit 2016/2017 starten, müssen sich die beiden Nordlichter bezüglich der Spielstärke der gegnerischen Teams einmal mehr auf weitgehend unbekanntes Terrain begeben.

Der Grund: Abermals wurden beide Mannschaften in der viergeteilten Dritten Liga umgruppiert. Ging es vor der Saison 2014/2015 aus der West-Staffel in die Nord-Staffel, wurden sie in der Spielzeit 2015/2016 von den DHB-Verantwortlichen wieder in den Westen zurückbeordert. Vor der neuen Saison setzte sich für die Altjührdener und Auricher das „Bäumchen-wechsle-Dich“-Spielchen mit der Zuordnung zurück in den Norden nahtlos fort. Statt überwiegend nach Nordrhein-Westfalen stehen für beide Teams neben dem brisanten Nordderby nun Fahrten nach Ost- und Norddeutschland auf dem Plan.

Beide – im Vergleich zur Vorsaison nur auf wenigen Positionen personell veränderten Mannschaften – haben sich in der neuen Spielzeit den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt, nachdem sie sich in den vergangenen Jahren im Abstiegskampf mehrmals mächtig hatten strecken müssen. Der nur 13-köpfige Kader von Altjührdens Trainer Andrzej Staszewski bekommt es an diesem Sonnabend (18 Uhr) zum Auftakt auswärts mit dem Bundesliga-Unterbau des SC Magdeburg zu tun. Die Mannschaft von OHV-Trainer Arek Blacha genießt indes am Sonntag (17 Uhr, Sparkassen-Arena) Heimrecht gegen den TSV Altenholz.

Großer Titelfavorit in der Nord-Staffel ist der HSV Hamburg. Nachdem der Champions-League-Sieger von 2013 im Januar 2016 wegen finanzieller Probleme vom Spielbetrieb zurückgezogen worden war, wagen die Hamburger nun mit einer jungen Truppe und dem wohl größten Etat aller Rivalen in der Nord-Staffel den Neuanfang in der Dritten Liga.

Zum erweiterten Favoritenkreis zählen der VfL Fredenbeck, die SG Flensburg-Handewitt II, der TSV Altenholz und der VfL Potsdam.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)