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NWZonline.de Sport Handball

Ein Länderspiel-Debüt mit Hindernissen

30.09.2016

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Frage: Hallo Frau Müller, ist es richtig, wenn ich behaupte: Seit Sie beim VfL Oldenburg spielen, sind Sie ständig auf dem Sprung in die Nationalmannschaft?
Caroline Müller (23): Ja, das kommt irgendwie hin. Ich stand schon öfter im Kader des Deutschen Handballbundes, aber für ein Länderspiel hat es noch nicht gereicht. Einmal sind beim Lehrgang die Bänder im Fuß gerissen, dann – als ich wieder dabei sein sollte – das Kreuzband.
Frage: Jetzt haben Sie ja zumindest den Athletik-Lehrgang und am Mittwoch die Pressekonferenz mit Bundestrainer Michael Biegler unfallfrei überstanden . . .
Müller: (lacht) Das ist schon mal ein Anfang. Jetzt muss das nur noch mit einem Länderspiel klappen.
Frage: Wie schätzen Sie da Ihre Chancen ein?
Müller: Zunächst einmal stehen die beiden Länderspiele am 7. Oktober in Hamburg und am 9. Oktober in Lingen gegen Spanien an. Das ist das Nahziel. Und natürlich würde ich gern im Dezember bei der Europameisterschaft in Schweden und im kommenden Jahr bei der Heim-WM zum deutschen Team zählen. Das wäre dann das Fernziel. Aber wie gesagt, zunächst einmal würde ich mich schon über mein Länderspiel-Debüt freuen.
Frage: In Michael Biegler hat bei den Frauen nun seit März ein Bundestrainer das Sagen, der 30 Jahre lang im Männer-Handball gearbeitet hat. Funktioniert das?
Müller: Ich komme mit seiner Art sehr gut klar. Er sagt deutlich seine Meinung. Das macht ihn für mich sympathisch. Zuvor hatten wir zwei dänische Trainer mit einer ganz anderen Mentalität. Jetzt kommt mehr Härte und Straffheit rein, was wir eigentlich alle begrüßen.
Frage: Der deutsche Frauenhandball ist international in die Zweitklassigkeit abgerutscht. Starke Spielerinnen gab es immer, nur reichte es zuletzt nicht mehr zu guten Ergebnissen. Wo muss der neue Bundestrainer ansetzen?
Müller: Ich denke, wir sind alle gefordert. Das eine oder andere persönliche Problem, das Spielerinnen untereinander empfinden, muss außen vor bleiben. Unser Fokus sollte einzig und allein auf die Aufgabe konzentriert sein. Nur so können wir als Team erfolgreich sein. Das sieht auch der Bundestrainer so. Wir arbeiten alle sehr konzentriert, wir wollen gemeinsam alles geben. Michael Biegler räumt jungen Spielerinnen eine Chance ein und geht gezielt auf jede einzelne ein. Fehler werden angesprochen und sofort korrigiert. Ich glaube, für uns ist er genau der Richtige.
Frage: Bevor Sie in der kommenden Woche mit der Nationalmannschaft durchstarten können, wartet nun die Pflichtaufgabe im nationalen Pokalwettbewerb beim Drittligisten TSV Nord Harrislee. Die Aufgabe ist als absolut machbar einzustufen.
Müller: Ja klar. In der Bundesliga stehen für uns bisher zwei Niederlagen und nur ein Sieg zu Buche. Wir hatten uns natürlich mehr erhofft, umso wichtiger ist es jetzt, im DHB-Pokal eine Runde weiterzukommen. Das sollten wir auch schaffen. Wir nehmen die Partie am Samstag sehr ernst und werden versuchen, in Nord Harrislee unser ganzes Potenzial abzurufen.
Frage: Das hört sich immer gut an . . .
Müller: Darum geht es nicht. Wir haben noch einige Baustellen in unserem Spiel zu schließen. Das gilt sowohl für die Abstimmung in der Deckung als auch für die Abläufe im Angriff. Daran wollen und müssen wir dringend arbeiten, denn nach dem Pokalspiel warten in der Liga in Bietigheim und Dortmund und im europäischen EHF-Pokal mit dem französischen Vizemeister Fleury große Herausforderungen auf uns.
Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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