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NWZonline.de Sport Handball

Handball: Abstoßende Rituale in Akademie

15.05.2019

Flensburg Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat nach Berichten über entwürdigende Rituale in der Jugend-Akademie des deutschen Handball-Meisters SG Flensburg-Handewitt Ermittlungen aufgenommen. „Wir können bestätigen, dass wir ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Körperverletzung eingeleitet haben“, sagte Stephanie Gropp, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, gegenüber „Spiegel online“. Am Montag habe ein Mitarbeiter die Talentschmiede besucht, um Personalien zu klären.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und der NDR hatten berichtet, Jugendspieler hätten sich in dem Handball-Internat einem Aufnahmeritual unterziehen müssen. Dabei seien den Talenten Brustwarzen mit einer Rohrzange umgedreht worden.

Sowohl der Spiegel als auch der NDR zitieren einen Handballer, der angibt, neun Monate nach dem Ritual im März 2016 die Akademie verlassen zu haben. Es sei ein posttraumatisches Belastungssyndrom diagnostiziert worden. „Dieses Ritual betrifft nicht uns, die Akademie ist unabhängig“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke: „Dennoch verurteilen wir aufs Schärfste, was passiert ist.“

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