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NWZonline.de Sport Handball

Auf Nervenspiel folgt große Titelparty

04.06.2018

Flensburg Bis 45 Sekunden vor dem Saison-Schlusspfiff mussten die Handballer der SG Flensburg-Handewitt zittern, erst dann durften sie in den Meisterfeier-Modus umschalten: Mit dem mühevollen 22:21 (12:12) im Nervenspiel gegen Frisch Auf Göppingen holten sich die Norddeutschen die ersehnte zweite deutsche Meisterschaft nach 2004. Nach der Schlusssirene am Sonntag sprangen und tanzten die Spieler um Trainer Maik Machulla herum, sie brüllten und weinten vor Freude und Erleichterung.

„Was ich jetzt fühle, ist egal. Die Jungs haben sich das verdient, nicht nur in dieser Saison, sondern auch durch die Arbeit in den Jahren zuvor“, sagte Machulla vor 6300 euphorisierten Zuschauern sichtlich mitgenommen: „Für Flensburg, die Stadt und die tollen Fans ist das ein besonderer Tag.“ 2007-Weltmeister Holger Glandorf sagte: „Ich bin einfach nur happy. Es war sehr zäh, aber das ist total egal. Wir Spieler sind jetzt deutscher Meister.“

Dank des Erfolgs am Sonntag verwiesen die Flensburger Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen mit einem Punkt Vorsprung auf Platz zwei. Den Mannheimern, die zuletzt zweimal Meister geworden waren, reichte das 28:25 gegen den SC DHfK Leipzig nicht, um doch noch den Titel-Hattrick und das erste Double in ihrer Vereinsgeschichte perfekt zu machen.

„Die Enttäuschung ist riesig, jetzt tut es richtig weh. Wir waren in einer guten Position, konnten es aber nicht durchziehen“, sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen. Er wäre lieber Meister geworden, „aber der Pokalsieg war auch sehr wichtig für die Mannschaft“.

Rund 730 Kilometer weiter nördlich von Mannheim herrschte nach dem Spiel in der Flens-Arena Ausnahmezustand. Die Zuschauer und die unzähligen Fans vor der Arena sangen und tanzten. Die Flensburger Handball-Legenden und 2004-Titelträger Lars Christiansen und Jan Holpert brachten die Meisterschale in die Halle. Unter Sektfontänen erhielt Kapitän Tobias Karlsson die Trophäe aus den Händen von Bundesliga-Präsident Uwe Schwenker und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

Schon lange vor dem Spiel hatte eine unglaubliche Euphorie um die Handballer in Flensburg geherrscht. Dennoch taten sie sich bis in die Schlussphase gegen die nur mit sieben Feldspielern angereisten Göppinger schwer. Erst beim 22:20 zwei Minuten vor dem Ende standen die Zeichen auf eine große Meisterschaftssause. „Wir waren fast die ganze Zeit ängstlich, aber ich bin trotzdem stolz, dass wir es geschafft haben“, sagte Machulla.

Auch für den Trainer war die Meisterschaft ein persönlicher Triumph. Gleich im ersten Jahr nach der Amtsübernahme von Ljubomir Vranjes legte die SG unter der Leitung des 41-Jährigen den Ruf als „Ewiger Zweiter“ ab. Nach 2004 war Flensburg siebenmal Vizemeister geworden.

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